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Hauptsache Essen

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Mittagspause! Viele lieben sie, viele brauchen sie, viele ignorieren sie. Aufgrund von Zeit- und Termindruck macht rund ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland keine oder eine zu kurze Pause.

Die Pausenkultur in Deutschland ist als Teil der Arbeitskultur längst nicht so tief verwurzelt wie in anderen Ländern. Pausen sind aber sogar gesetzlich vorgeschrieben: Laut  Arbeitszeitgesetz hat jeder, der mehr als sechs und bis zu neun Stunden arbeitet, Recht auf 30 Minuten Mittags- bzw. Ruhepause. Wer mehr arbeitet, darf sich 45 Minuten Unterbrechung gönnen.

Wissenschaftlich bewiesen ist, dass effektives Arbeiten nur gelingt, wenn Mitarbeiter sich erholen und etwas für ihren Körper tun, um sich gesund zu erhalten. Essen wird somit zur Hauptsache. Das Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme ist in den Pausen denn auch sehr groß – und Fastfood hat Hochkonjunktur. In Deutschland is(s)t man halt praktisch: Viele greifen auf das zurück, was nahe liegt. Am Schreibtisch verzehren Mitarbeiter auf die Schnelle, was sie sich von zu Hause, vom Bäcker oder Metzger mitgebracht haben, oder sie holen sich fix Fertigware aus dem Supermarkt.

Die Mittagspause am Arbeitsplatz

55 Prozent der Beschäftigten verbringen die Mittagspause an ihrem Arbeitsplatz, hat eine Umfrage der Stellenbörse Jobware herausgefunden. Etwa ein Drittel zieht Kantine, Imbiss oder auch das Restaurant dem Arbeitsplatz vor. Gesund ernähren sich die wenigsten: Kohlenhydrate und Fette liegen in der Versorgungskette weit vorne. Mit frischem Obst und Gemüse oder Milchprodukten tun sich viele Beschäftigte (noch) schwer. In Handwerksbetrieben ist die „Ausbeute“ oft problematischer: Denn was lässt sich schon leicht auf der Baustelle verzehren oder auf dem Weg zum Kunden? Die Verpflegung sollte nahrhaft, gesund und dabei bezahlbar sein.

Natürlich lecker. Eben bedarfsgerecht. Das ist nicht einfach. Die schlechte Tugend macht sich bemerkbar: 61,6 Prozent der Männer und 46,7 Prozent der Frauen sind laut Robert Koch-Institut zu dick. Die Kombination aus Stress und falscher Ernährung kann zudem krank machen: Übergewicht und Diabetes sind häufige Folgen, außerdem kommt es zu Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Der Krankenstand lässt grüßen.

Weniger Fett, weniger Süßes - dafür Obst und Gemüse

Erfolgreiches Pausemachen wird damit zur großen Herausforderung. Als Führungskräfte sollten Betriebsinhaber eine Vorbildfunktion einnehmen und zunächst ihr eigenes Verhalten korrigieren: weniger Fett, weniger Süßes, dafür Obst und Gemüse ... Sie können sich dazu externe Anregungen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements holen und passende Strategien für Unternehmen und Mitarbeiter entwickeln.

Zugegeben: Der Umdenkprozess wirkt zunächst umständlich, sorgt aber für Gesundheit im Betrieb. Darüber hinaus schont er den Geldbeutel: Denn für ihr Mittagessen außer Haus geben Männer laut Bundesernährungsministerium im Schnitt 7,90 Euro aus und Frauen 6,60 Euro. Für selbst zubereitete Speisen benötigt man dagegen nur einen Bruchteil der Ausgaben. Wenn das kein Anreiz ist …

Guten Hunger!

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