Der neue Audi A3 Sportback präsentiert sich in einer geschärften Optik.

Der neue Audi A3 Sportback präsentiert sich in einer geschärften Optik. (Foto: © Audi)

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Audi A3 Sportback: Hochmoderner Kompakter aus Ingolstadt

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Der neue Audi A3 Sportback ist im digitalen Zeitalter angekommen. Er ist bestens vernetzt, bietet eine Reihe an alternativen Antrieben und rollt sogar mit einem nachhaltigen Innenraum an.

Mutig, Audi. Mit dem neuen A3 Sportback präsentieren die Ingolstädter endlich einen Kompaktwagen, der sich bedeutend stärker von seinen Vorgängern abhebt. Angefangen bei der Frontpartie mit seinem großen Waben-Kühlergrill bis hin zu den breiten Lufteinlässen, die bei den kleineren Motorisierungen allerdings nur Design-Attrappen sind. Die Scheinwerfer sind serienmäßig mit LED-Licht bestückt. Auf Wunsch gibt es Matrix-LED-Scheinwerfer, die trotz Fernlicht den Gegenverkehr nicht blenden und sich auch sonst den Gegebenheiten automatisch anpassen.

Auch von der Seite und hinten kann sich der Audi sehen lassen. Seine Linien sind wesentlich schärfer geschnitten als bei seinem Vorgänger. Die ausgeprägte Schulterpartie und das Heck mit seinem angedeutetem Diffusor lassen den A3 Sportback nun um einiges dynamischer erscheinen. Dies macht ihn natürlich nicht allein zu einem idealen Dienstwagen für Handwerker. Doch unter dem Blech fallen die Veränderungen mindestens genauso umfangreich aus. Der neue A3 Sportback macht vieles besser als sein Vorgänger.

Digitales Cockpit, das Multimedia arbeitet zehnmal schneller

Innen ist der A3 Sportback im digitalen Zeitalter angekommen und präsentiert sich hochmodern. Foto: © AudiInnen ist der A3 Sportback im digitalen Zeitalter angekommen und präsentiert sich hochmodern. Foto: © Audi

So hat Audi hat den Innenraum mit unter anderem einem digitalen Kombiinstrument aufgerüstet. Das serienmäßige Display ist dreifach konfigurierbar und zeigt auf Wunsch dem Fahrer eine großformatige Navigationskarte an. Ebenso optional kann die Routenführung mit hochauflösenden Satellitenbildern via Google Earth erfolgen. Auch kann der A3 Sportback erstmals mit einem Head-up-Display geordert werden, welches alle wichtigen Informationen direkt in die Windschutzscheibe einblendet.

Zu den weiteren Neuerungen zählt der zehn Zoll große Touchscreen in der Cockpitmitte. Das Display erkennt handschriftliche Eingaben, gibt eine akustische Rückmeldung und reagiert natürlich auch per Sprachsteuerung. Alles funktioniert sehr schnell, da sich die Rechenleistung des MMI-Multimediasystems gegenüber des Vorgängers um das zehnfache erhöht hat.

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In seiner besten Ausführung kann das Navi zudem Voraussagen über die Verkehrslage treffen und in der City mit den Ampelphasen kommunizieren. Allerdings surft der A3 Sportback bei uns erst nur in Ingolstadt und Düsseldorf auf der grünen Welle. Eine Erweiterung der Car-to-X-Dienste sind aber bereits für weitere Städte geplant. Und da nun der Monitor direkt bedient wird, wurde der Dreh-Drück-Steller auf der Mittelkonsole ausgemustert. Dafür gibt es auf der Konsole jetzt bei allen Modellen mit Doppelkupplungsgetriebe einen kleinen Joystick. Über den sogenannten Shifter werden nun die Fahrstufen eingelegt. Außerdem soll sich der Audi schon bald in Verbindung mit Android-Smartphones schlüssellos öffnen, starten und anschließend wieder verriegeln lassen.

Im Innenraum gibt es neue Aufgaben für alte Getränkeflaschen

Die Sitzflächen bestehen aus recyclten PET-Flaschen und schonen die Umwelt. Foto: © AudiDie Sitzflächen bestehen aus recyclten PET-Flaschen und schonen die Umwelt. Foto: © Audi

Von den Abmessungen ist der 4,34 Meter lange A3 Sportback geringfügig gewachsen. Auch in der Breite und Höhe hat der kompakte Ingolstädter im Vergleich zu seinem Vorgänger etwas zugelegt. Mit 2,64 Metern bleibt hingegen der Radstand gleich. Der Fahrer und Beifahrer sitzen auf bequemen Sportsitzen. Das optionale Mobiliar steht in der Ausstattungslinie S Line bereit und ist besonders umweltfreundlich:

Die Sitzflächen bestehen aus 45 recyclten PET-Flaschen. Ebenso nachhaltig zeigt sich der Teppichboden. In der Auslegeware haben 65 alte Plastikflaschen eine neue Aufgabe gefunden. Gut so. Das schont nicht nur die Ressourcen, sondern sieht ausgesprochen schick aus und fühlt sich außerdem noch gut an.

Die Verarbeitungsqualität hat ebenfalls nicht unter dem Einsatz der PET-Flaschen gelitten. Der A3 Sportback wirkt trotz seinem hohem Recyclinganteil genauso hochwertig und solide wie jeder andere Audi auch. Und sonst? Vorne wirkt das Platzangebot weiterhin wie maßgeschneidert, obwohl der Audi nun ein wenig mehr Schulterfreiheit bietet, hinten reicht die Bewegungsfreiheit für zwei Erwachsene noch einigermaßen gut aus. Zu dritt fühlen sich Großgewachsene im Fond dagegen nur auf der Kurzstrecke einigermaßen wohl. Leicht gewachsen präsentiert sich auch der Kofferraum, der mit 380 bis 1.200 Litern etwas mehr Gepäck als sein Vorgänger mitnimmt. Der schluckte bisher zwischen 365 und maximal 1.100 Litern.

Zwei Diesel und ein Benziner zu Beginn

Bei den alternativen Antrieben setzt der A3 Sportback auf milde Hybride. Foto: © AudiBei den alternativen Antrieben setzt der A3 Sportback auf milde Hybride. Foto: © Audi

Zum Verkaufsstart sind zunächst zwei Diesel mit 116 sowie 150 PS im Angebot. Außerdem gibt es einen Benziner mit 150 PS. Der 1.5 TSI kommt kurz nach dem Marktstart auch als gleichstarker milder Hybride. Der soll unter realen Bedingungen 0,4 Liter Sprit einsparen, weil ein Startergenerator den Benziner beim Beschleunigen unterstützt sowie ihn rekuperieren und segeln lässt. Noch in diesem Jahr sollen zwei Plug-in-Hybride das Angebot ergänzen.

Zudem wird es den A3 Sportback auch in einer Erdgasvariante geben. Interessant, Audi hält weiterhin an CNG-Antrieben fest, obwohl sich der VW-Konzern inzwischen von ihnen verabschiedet hat. Direkt nach dem Verkaufsstart folgt mit dem 1.0 TFSI noch ein kleiner Einstiegsbenziner mit 110 PS.

Einfach zwei Zylinder abschalten

Ob es unbedingt die kräftigeren Motorisierungen im A3 Sportback sein müssen, bleibt jedem selbst überlassen. Doch schon der Zweiliter-TDI hinterlässt mit seinen 116 PS einen munteren Eindruck und wirkt keinesfalls untermotorisiert. Spaß macht aber auch der 1.5 TSI als Mild-Hybrid. Der hängt gut am Gas und arbeitet angenehm leise. Zum Sprit sparen schaltet der Motor bei niedrigen Tempo einfach zwei Zylinder ab. Davon bekommt der Fahrer aber nichts mit. Gibt er wiederum Gas, kehrt der kultivierte Vierzylinder wieder blitzschnell in seinen regulären Modus zurück.

Um weiteren Kraftstoff einzusparen, beherrscht der mit einem 48-Volt-Teilbordnetz ausgerüstete Antrieb zudem das Segeln und schaltet den Motor auf abschüssigen Strecken kurzzeitig ab. Den angebebenen Verbrauch von 4,8 Litern Super schafften wir hingegen nicht. Insbesonders, weil unser Testwagen mit einer Progressivlenkung sowie den adaptiven Dämpfern ausgestattet war. Beide Features sind übrigens empfehlenswert und verleihen dem A3 Sportback ein sehr agiles Handling, ohne aber nervös zu wirken. Nach unserer flotten Runde quittierte der Bordcomputer daher eine abschließende sechs vor dem Komma, die sich aber noch weiter nach unten drücken lässt.

Text: / handwerksblatt.de

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