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Schimmernde Schönheiten

Das Museum Huelsmann in Bielefeld zeigt Luxusgeräte aus Messing aus der Zeit des Jugendstils und Art Déco.

Foto: © Museum Huelsmann, Bielefeld

Ausladende Kerzenleuchter, monumentale Bowlengefäße, Schreibtischgarnituren Vasen oder Teekannen, auch mit Elektroanschluss: Messing war um 1900 das Material der Stunde. Es zeigte ein ungeheures Zukunftspotenzial hinsichtlich der industriellen Fertigung. Zudem war es vielfältig einsetzbar und überaus strapazierfähig. Ein dekorativer Artikel aus Messing eignete sich mit seiner wie Gold schimmernden Oberfläche vor allem vorzüglich als Repräsentationsobjekt zur bürgerlichen Prachtentfaltung.

Rund 80 Objekte nach Entwürfen von namhaften Künstlern wie Christopher Dresser, Jan Eisenloeffel, Bruno Paul, Henry van de Velde, Albin Müller, Richard Riemerschmid, Peter Behrens, Georg Mendelssohn und den vom Bauhaus kommenden Designern Hayno Focken und Hans Przyrembel belegen die besondere Wertschätzung des Materials Messing zu Beginn der Moderne. Außerordentlich schmückend, aber auch funktional und vor allem technisch modern zeigt sich Messinggerät in der Bielefelder Ausstellung "Schimmernde Schönheiten" bis zum 28. Oktober von seiner besten Seite.

Die Sonderausstellung in Kooperation mit dem Deutschen Messingmuseum und dem BCCG (Brass Collectors Club Germany). Das Deutsche Messingmuseum befindet sich zurzeit in Gründung. Die Ausstellung gewährt gewissermaßen vorab großzügige Einblicke in eine fast vergangene Material- und Lebenskultur. Umfangreich versammelt in der Paternostervitrine der Weißen Villa erstreckt sich die Ausstellung ebenso in die Schausammlung "20. Jahrhundert" hinein, andere Exponate decken innerhalb der benachbarten Ausstellungspräsentation "Neue Gärten!“ weitere thematische Querbezüge auf.

Museum Huelsmann Kunst + Design
Ravensberger Park 3
33607 Bielefeld
Öffnungszeiten Mittwoch bis Samstag 14 bis 18 Uhr/Sonntag 11 bis 18 Uhr
Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 4 Euro, Familienkarte 12 Euro

Text: / handwerksblatt.de

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