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Verlosung: Freiflug mit Theo zu gewinnen!

Eine Kombination aus Erfahrung und Handwerkskunst sind die Säulen der Sattlerei 4.0 von Jochen Leufen in Krefeld. Das Unternehmen fertigt Werbung nach Maß.

Foto: © Lars Frederik Slowak

Fasernackt schwebt Theo im Hangar des Flughafens Essen/Mülheim. Sein richtiger Name lautet eigentlich Delta, Lima, Delta, Foxtrott, Romeo. Seinen Kosenamen verdankt das Luftschiff dem Firmengründer der WDL Luftschiffgesellschaft, Theodor Wüllenkämpfer. Zunächst mit Bannerflügen, später mit Luftschiffen erobert das Unternehmen seit den fünfziger Jahren die Lüfte mit maßgefertigter Werbung. Seit 2014 dreht Theo als transluzentes, sprich lichtdurchlässiges Luftschiff seine Runden über dem Ruhrgebiet. Im Winter ist Sendepause. Dann hängt das mit nicht brennbarem Helium gefüllte Prallluftschiff einfach nur in der Halle herum. Von April bis Oktober aber sorgt es mit seinem markanten Brummgeräusch für jede Menge Aufmerksamkeit bei den Erdlingen. "Die Menschen freuen sich, wenn Theo auftaucht. Sie schauen nach oben und unsere Aufgabe ist erfüllt: Werbung", fasst Geschäftsführer Frank Peylo das Dasein von Theo salopp zusammen.

Theo hat keine Idealfigur

Figurtechnisch betrachtet ist Theo in der Mitte eher moppelig, verjüngt sich aber nach hinten zum Heck und nach vorne zum Bug merklich. Für ein Luftschiff eine Idealfigur, für Jochen Leufen eine Herausforderung. Seine Sattlerei und Polsterei ist mit dem Partnerunternehmen Imagno Digitaldruck für die Haute Couture des Luftschiffs verantwortlich. "Eine Millimeter­arbeit", betont Jochen Leufen mit Kennerblick auf das noch weiße, blanke Luftschiff. Der Geschäftsführer der Krefelder Unternehmen ist der persönliche Maßschneider von Theo. Die Anprobe ist jedes Mal ein Abenteuer. "Das Kniffelige ist, wir haben es bei Theo an keinem Punkt mit einem geraden Teil zu tun", erklärt der Bannerexperte im Hangar die verzwickte Lage.

Blick auf die Bauchscheibe

Foto: © privat Foto: © privat Denn bei einer Länge von 60 Metern hat Theo vorne eine Ausbreitung von 9,30 Metern. In der Mitte liegt sie bei 16,40 Metern und verläuft hinten mit 8,80 Meter schmal zu. Dass die Stoffbahn aus Polyestermaterial dennoch am Himmel gerade erscheint, hat mit der Sattlerei 4.0 von Jochen Leufen zu tun. Zunächst muss Theo dafür im Computer filetiert werden. "Auf dem Bildschirm sehen wir eine Bauchscheibe von Theo, die uns zeigt, dass er an keiner Stelle gleich ist." Zuvor wurde bereits die angelieferte Grafik des Kunden in digitale Schnittdaten umgewandelt und von einer dreidimensionalen Form später wieder zweidimensional umgerechnet. Dadurch entstehen eine Art Kacheln, die einzeln gedruckt und anschließend in der Sattlerei zusammengenäht werden. Die Umrechnung erfolgt über eine manuelle Eingabe mit einer speziellen Software. "Nur per Knopfdruck wäre schön", lacht der Krefelder Unternehmer. Jeder neue Auftrag bedeutet ein bis zwei Tage reine Rechnerei. "Theo ist eben anspruchsvoll. Und genau das macht Spaß", ist dem 41-Jährigen die Faszination bei dieser Herausforderung deutlich anzumerken. Bis zu zwanzig Mitarbeiter sind je nach Größe des Banners an der Herstellung beteiligt.

Lieferung in 60 Länder

Auf dem Firmengelände an der Bischofsstraße entstehen neben der technischen Konfektion im XXL-Format zudem Zelte, Planen oder die Beklebung der Mannschaftsbusse von zwei Bundesligavereinen. Jochen Leufen senkt die Stimme: "Namen können wir leider keine nennen", gehört es zum guten Ton, über die Auftraggeber kein Wort zu verlieren. Diskretion gehört zum Geschäft, wie damals, als er den Auftrag bekam, für den Eurovision Song Contest in Düsseldorf alle Busse zu bekleben. "Jedes Land hatte seinen eigenen Bus. Unsere Leute haben das in drei Wochen durchgezogen", zeigt sich der Unternehmer heute noch stolz über die Leistung seines Teams.

Gründung in einem Eisenbahnwaggon

Der Großvater von Jochen Leufen gründet die Sattlerei und Polsterei im Jahr 1929 in einem ausgedienten Eisenbahnwaggon. "Da wurden noch richtig vom alten Schlag Matratzen und Sofas gepolstert", zeigt Enkel Jochen im Eingangsbereich auf ein altes Familienfoto, dass Opa Peter stolz vor seinem Unternehmen zeigt. Über die Sattlerei mit LKW- und Abdeckplanen ist das Unternehmen schließlich bei der großflächigen Werbung und zum Großformatdruck gelangt. Jedes Jahr werden ein Sattler und ein technischer Konfektionär ausgebildet. Geliefert wird in 60 Länder. Planen können im eigenen Onlineshop und über die gängigen Onlineplattformen gekauft werden.

Unikate aus der Manufaktur

Das dahinter noch richtig handfestes Handwerk steckt, ist vielen Kunden nicht klar. "Ich sage immer, wir machen digitales Handwerk", versteht Jochen Leufen seinen Betrieb als eine Manufaktur. "Die meisten Produkte sind Unikate, die von den Handwerkern in unterschiedlichen handwerklichen Techniken hergestellt werden. Inzwischen sieht auch Theo richtig schnieke aus. Das neue Banner wird von 36 Gurten gehalten. Alles stimmt perfekt überein. Das 300 Quadratmeter große Tuch ist so angelegt, dass kein Wind darunter flattern kann. "Wir sind routiniert", blickt Jochen Leufen jetzt zufrieden auf die neuen Kleider von Theo. "Trotzdem, es bleibt eine Herausforderung. Jedes Mal!"

 

"Als Sparkassen sind wir Partner der Menschen und Unternehmen der Region, die wir sehr gut kennen, weil wir selbst in ihr verankert sind. Deswegen ist das Luftschiff Theo für uns ein idealer Werbeträger: ein echter Sympathieträger, der positive Aufmerksamkeit vor Ort erregt". erklärt Mark Altenberg vom Rheinischen Sparkassen- und Giroverband die Gründe für die luftige Werbung. Gemeinsam mit dem Deutschen Handwerksblatt stellt das Unternehmen einen Freiflug mit Theo zur Verfügung. Füllen Sie das nachfolgende Formula aus. Mitmachen und gewinnen! Einsendeschluss ist der 25. Juli 2019. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

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Text: / handwerksblatt.de

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