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Foto: Wellness-Hotels & Resorts/Abootalebi

Wellness-Trends: Von Social Wellness bis Selbstoptimierung

Mailen, surfen, skypen. Ständige Erreichbarkeit tut den Menschen nicht gut, doch einige möchten ihre Befindlichkeit digital optimieren. Ein Überblick.



Die Wellnessauszeit ist nichts Exotisches mehr, sondern etwas, das sich viele regelmäßig gönnen. Das geht aus den "Wellness-Trends 2015" hervor, welche die Hotelkooperation Wellness-Hotels & Resorts zusammen mit Wellnessreise-Veranstalter beauty24 erstellt haben. Dazu wurden im Januar 2015 über 2.600 Wellness-affine Menschen sowie über 100 Wellnesshoteliers befragt. Das Ergebnis: 89 Prozent der Befragten nutzen mindestens einmal jährlich Wellnessangebote und fast die Hälfte (46,8 Prozent) nimmt diese sogar mehrmals im Jahr in Anspruch. Das Hauptziel: sich eine Auszeit zu nehmen und etwas Besonderes zu gönnen. Kaum Änderungen gibt es bei der Frage, mit wem man den Wellnessurlaub am liebsten verbringt. Das ist für über zwei Drittel der Befragten der Partner. Weit abgeschlagen landen Freunde (19 Prozent) und die Familie (6 Prozent). Immerhin: jeder Zehnte fährt am liebsten ohne Begleitung in den Wellnessurlaub.

HandwerkSocial Wellness: Gemeinsam ist man nicht einsam

Während weltweit in den Großstädten die Zahl der Einpersonenhaushalte steigt, zeigt sich: Gäste in einem Wellnesshotels suchen deshalb zunehmend (auch) nach Gesellschaft. Fast 70 Prozent der Befragten gaben an, dass soziale Kontakte wichtiger Bestandteil des Wellnessurlaubs sind. Zum Kennenlernen eignen sich besonders gemeinsame Aktivitäten wie Fitnesskurse oder Aufenthaltsräume im Spa, in denen Gespräche ausdrücklich erwünscht sind. Über zwei Drittel von ihnen erwägen, Angebote für Alleinreisende zu buchen. Für Wellnesshoteliers besteht hier noch großes Potenzial, denn erst 37 Prozent bieten solche speziellen Programme an.




HandwerkZwei weitere Wellness-Trends drehen sich um das Phänomen der zunehmenden Digitalisierung des Lebens, sind aber geradezu gegensätzlich. Zum einen werden Offline-Auszeiten unter dem englischen Begriff des digitalen Entgiftens (Digital Detox) zum Trend. Während im Alltag oftmals selbst in geselligen Runden alle auf die Displays ihrer Geräte starren, soll während dieser bewussten „Aus-Zeiten“, die Konzentration wieder mehr auf sich selbst und die Mitmenschen gelenkt werden. Schon ein Viertel der Befragten gibt heute an, dass sie Digital Detox-Angebote in Anspruch nehmen würden. Von diesen wünschen sich fast 40 Prozent, dabei Strategien zu lernen, wie man auch im Alltag Pausen von Smartphone und Co. einlegt.

Wünsche an das Self Design

Solche Digital Detox-Angebote sind bislang nur in acht Prozent der befragten Wellnesshotels verfügbar. Erste Häuser haben den Trend aber aufgegriffen und bieten ihren Gästen Auszeiten. Auf der anderen Seite nutzt schon jeder fünfte Befragte im Alltag technisches Gerät, um seine Vital- und Fitnesswerte aufzuzeichnen. Die Fans des Self Designs (Selbstoptimierung) haben ganz andere Wünsche an einen Wellnessurlaub als die digital Enthaltsamen. Immerhin jeder Vierte der so genannten Self Tracker erwartet, dass in Wellnesshotels die Möglichkeiten zur persönlichen Datenerfassung genutzt einzelne Spa-Anwendungen auf dieser Basis individuell angepasst werden.

Gut schlafen, entspannt aufwachen

Gut schlafen: Was sich so einfach anhört, wird für immer mehr Menschen zur Herausforderung. Vollgepackte und stressige Tage sind zwar ermüdend, machen es aber nicht einfacher, nachts zur Ruhe zu kommen. Die Suche nach den bestmöglichen Voraussetzungen gegen die Schlaflosigkeit wird daher zum Trend. Folgerichtig rücken immer mehr Hotels optimale Schlafbedingungen in den Fokus. Dazu gehören hochwertige Matratzen, extragroße Betten und in über zwei Drittel der Hotels sogenannte Kissenmenüs, d.h. eine Auswahl an unterschiedlich großen und dicken Kissen.

Foto: Wellness-Hotels & Resorts/Abootalebi

Die Kooperation der Wellness-Hotels & Resorts steht seit 1997 an der Spitze der deutschsprachigen Wellnesshotellerie. Mittlerweile gehören ihr neben den ersten Pionieren sorgfältig ausgewählte, meist inhabergeführte deutsche Wellnesshotels sowie internationale Partner im 4- und 5-Sterne-Bereich an. Unabhängige Tourismus-Experten prüfen die Mitgliedhotels vor der Aufnahme und dann in regelmäßigen Abständen in allen Bereichen. Dem Qualitätssiegel der Wellness-Hotels & Resorts liegt mit einem knapp dreitägigen Prüfzeitraum das ausführlichste Audit aller vom TÜV Rheinland geprüfter Wellnessanbieter im Markt zugrunde. Weitere Infos zum Qualitätssiegel finden Sie unter wellness-qualität. Der aktuelle Katalog kann online unter wellnesshotels-resorts und telefonisch unter +49.(0)211.679 69 69 bestellt werden.

Text: / handwerksblatt.de