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Selbstverwaltung hat Zukunft

Das Bundeswirtschaftsministerium startet ein Projekt zur Stärkung der Selbstverwaltung und des ehrenamtlichen Engagements im Handwerk.

Das BMWi fördert das Projekt "PerSe – Perspektive Selbstverwaltung" mit über 1,5 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren (Foto: © auremar/123RF.com)

Im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) fand der Auftakt des Bildungsprojekts "PerSe – Perspektive Selbstverwaltung" zur Stärkung der Selbstverwaltung im Handwerk statt. Das BMWi fördert das Projekt mit über 1,5 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren. Parlamentarische Staatssekretärin im BMWi und Mittelstandsbeauftragte Iris Gleicke sagte hierzu: "Kein Zweifel: die Selbstverwaltung lebt vom Engagement der Mitglieder. Aber leider wird es offenbar immer schwieriger, Menschen für ehrenamtliche Mitarbeit in den Kammern zu gewinnen. PerSe will deshalb zur Weiterentwicklung und zur Attraktivität des bewährten Kammersystems beitragen."

Das Projekt PerSe ist ein Ergebnis des Branchendialogs Handwerk, der gemeinsam vom BMWi, Zentralverband des Deutschen Handwerks und Deutschem Gewerkschaftsbund 2015 initiiert wurde. Es soll ehrenamtliches Engagement in der Selbstverwaltung fördern, um die Mitglieder fit für die Arbeit in den Kammern zu machen und das Ehrenamt für neue Zielgruppen attraktiv zu gestalten. Ziel sind Aufbau und Implementierung von Qualifizierungs-, Bildungs- und Beratungsstrukturen in der und für die Selbstverwaltung des Handwerks. Das Konzept für die Bildungsarbeit soll dabei, die im BMWi-Branchendialog erörterten Zukunftsfragen aufnehmen, etwa interkulturelle Öffnung, demografischer Wandel, Digitalisierung.

Der Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben übernimmt die Durchführung des Projekts PerSe, das rund 150 Maßnahmen umfassen wird, zum Beispiel die Rekrutierung von neuen, bislang noch nicht aktiven Zielgruppen für eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Selbstverwaltung des Handwerks oder den Aufbau von Mentoring-Strukturen für Frauen oder Menschen mit Migrationshintergrund. Bislang ist die Umsetzung des Projektes in über 25 Handwerkskammern bundesweit vorgesehen.

Foto: © auremar/123RF.com

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