Standortherausforderungen angehen

Das Bundeskabinett hat den Jahreswirtschaftsbericht 2018 beschlossen. Die Regierung müsse die Wirtschaftspolitik standortgerecht weiterentwickeln, so Handwerkspräsident Wollseifer.

"Die künftige Regierung muss modernisieren, sie muss die Digitalisierung vorantreiben, den demografischen Wandel gestalten, die Energiewende steuern und die sozialen Sicherungssysteme stärken, sagt Hans Peter Wollseifer (Foto: © dolgachov/123RF.com)

Das Bundeskabinett hat den von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) vorgelegten Jahreswirtschaftsbericht 2018 mit dem Titel "Wirtschaftlich gestärkt in die Zukunft" beschlossen. Zypries: "Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer sehr guten Verfassung. Die Bundesregierung erwartet für das laufende Jahr eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 2,4 Prozent und damit eine Fortsetzung des Aufschwungs", erklärte die Ministerin. Besonders erfreulich sei der kräftige Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung um mehr als 700.000 Personen im vergangenen Jahr.

"In der Tat ist die deutsche Wirtschaft in sehr guter Verfassung. Diese Feststellung des neuen Jahreswirtschaftsberichts können wir Handwerker für unseren Wirtschaftsbereich umfassend bestätigen", kommentiert Hans Peter Wollseifer. Aber damit benenne der Jahreswirtschaftsbericht auch, worum es wirtschaftspolitisch geht: "Wir brauchen eine neue Bundesregierung, die die Grundlagen dieser Leistungsfähigkeit fortentwickelt. Andernfalls kann es rasch vorbei sein mit solch erfreulichen Wachstums- und Beschäftigtenzahlen", so der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

In diesem Sinne müsse der Koalitionsvertrag die tatsächlichen Standortherausforderungen substanziell angehen. "Die künftige Regierung muss modernisieren, sie muss die Digitalisierung vorantreiben, den demografischen Wandel gestalten, die Energiewende steuern und die sozialen Sicherungssysteme stärken. Wir brauchen eine konsistente Digitalisierungsstrategie, substanzielle Strukturreformen und Entlastungen bei der Besteuerung, dringende Korrekturen im Bereich der Energiepolitik, eine den Erfordernissen und Möglichkeiten genügende Einwanderungspolitik und besonders auch ein deutliches Upgrade des Bildungssystems."

Text: Rainer Fröhlich
Foto: © dolgachov/123RF.com

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