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Studie: Bauindustrie mit B2B fit für die Zukunft

Das Baugewerbe nimmt bei der Einführung von E-Commerce-Lösungen im B2B-Umfeld eine führende Stelle ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine weltweite Studie von Sana Commerce.

Handwerk Foto: © Andreas Buck
Einer Studie von Sana Commerce zufolge ist das Baugewerbe fit für die Zukunft im B2B-Bereich.

Eine aktuelle Studie von Sana Commerce, die weltweit unter 300 B2B-Organisationen angelegt wurde, kommt zu dem Ergebniss, dass das Baugewerbe eine führen Stellung einnimmt, wenn es um die Einführung von E-Commerce-Lösungen im B2B-Umfeld geht. Dabei positioniert die Branche sich insbesondere als Vorreiter beim Einsatz neuer Technologien. Weltweit gaben 84 Prozent der Baufirmen an, dass sie ihr gesamtes Portfolio aller Wahrscheinlichkeit nach auch online verkaufen werden – das war das Ergebnis auf die Fage nach der weiteren Entwicklung des Onlinehandels mit Geschäftskunden. Dieses Ergebnis liegt weit über dem nderer Branchen und liegt zudem deutlich über dem globalen Durchschnitt. Dieser ist bei 72 Prozent und entspricht dem Zweitplatzierten, der Elektroindustrie; das rote Fähnchen hat die Automobilindustrie mit nur 60 Prozent. Toller Nebeneffekt: In Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt der Baugewerbe-Wert sogar bei 91 Prozent. Vor drei Jahren lag der Wert bei 30 Prozent, im Jahr 2019 wird dieser auf 53 Pozent steigen; der globale Durchschnitt ist hier 46 Prozent, während der Anstieg in Deutschland, Österreich und der Schweiz von 27 auf 55 Prozent sogar noch etwas größer ausfällt.

Weiter ist zu beobachten, dass die Baubranche künftig verstärkt auf Mobile-Technologien setzt: Ein Drittel der in der Studie Befragten plant, ihre Produkte im kommenden Jahr über Mobile Apps zu vertreiben; diese 34 Prozent sind im Vergleich zum Jahr 2015 (14 Prozent) eine Steigerung von mehr als 100 Prozent. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sieht die Situation so aus: Aktuell nutzt keines der befragten Unternehmen Mobile Apps, für 2019 planen dies aber immerhin 19 Prozent, was sogar über dem regionalen Branchendurchschnitt von 14 Prozent liegt.

Straffung der Vertriebsprozesse im Vordergrund

Foto: © kuzma/123rf.com Foto: © kuzma/123RF.com Außerdem ein Ergebnis der Studie: die Ansprüche des Baugewerbes an E-Commerce-Lösungen unterscheiden sich zum Teil deutlich von denen anderer Branchen. Der wichtigste Vorteil von B2B-E-Commerce-Lösungen ist für 95 Prozent der Befragten weltweit die Reduzierung manueller Eingabefehler. An zweiter Stelle steht der geringere Aufwanf für Systemadministratoren (92 Prozent) und die Entlastung des Vertriebsinnendienstes bei der Abwicklung der Aufträge (90 Prozent). Für die Baubranche stehen die Punkte zwei und drei an höherer Stelle; hier liegt der branchenübergreifende Durchschnitt bei lediglich 82 und 81 Prozent. In Deutschland, Österreich und der Schweiz liegen diese beiden Punkte mit jeweils 100 Prozent sogar mit Abstand an erster Stelle.

Für Michiel Schipperus, CEO von Sana Commerce, lassen die Zahlen eine starke Fokussierung der Branche auf die Optimierung ihrer Vertriebsprozesse erkennen, was mit dem gegenwärtigen Aufschwung des globalen Baugewerbes zu erklären ist: "Aktuelle Analysen gehen davon aus, dass der Markt für Baumaterialien bis zum Jahr 2020 weltweit ein Volumen von 1 Billion US-Dollar erreichen wird. Angesichts dieses rasanten Wachstums suchen Bauunternehmen verstärkt nach Möglichkeiten, ihren Vertrieb effektiver zu gestalten, um Wachstumschancen zu nutzen. Deshalb hat sich E-Commerce in der Branche mittlerweile als wesentlicher Bestandteil der Digitalen Transformation etabliert. Denn es ermöglicht den Herstellern, ihr Geschäft auch ohne ein größeres Vertriebsteam wachsen zu lassen, indem sie administrative Prozesse automatisieren und den Kunden die passenden Tools zur Selbstbedienung zur Verfügung stellen."

Zukunftstechnologien gewinnen an Bedeutung

Eine Entwickung, die die Studie bestätigt: 84 Prozent der Befragten aus dem Baugewerbe (D/A/CH: 82 Prozent) sehen im E-Commerce eine zentrale Rolle bei der digitalen Entwicklung ihres Unternehmens. Der Branchendurchschnitt liegt bei 73 Prozent (D/A/CH: 66 Prozent). Knapp drei Viertel der Befragten im Baugewerbe haben zudem eine Strategie für die Digitale Transformation; der globale Durchschnitt liegt bei 63 Prozent (D/A/CH: 48 Prozent; Baugewerbe: 73 Prozent). Die Branche setzt zur Verbesserung von Verkaufsprozessen und der Kundenerfahrung auch verstärkt auf Zukunftstechnologien: 80 Prozent (D/A/CH: 82 Prozent) der Befragten aus dem Baugewerbe erwarten, dass das Internet-of-Things und die Verwendung von Machine-to Machine für automatisierte und vorausschauende Bestellungen in Zukunft eine wichtige Rolle für den Vertrieb und Kundenservice spielen werden; derweltweite Branchendurchschnitt liegt bei 68 Prozent (D/A/CH: 62 Prozent). Anwendung der Artificial-Intelligence im Einsatz in der Steuerung des Vertriebs sehen 75 Prozent (D/A/CH: 73 Prozent) im Kommen; der globale Branchendurchschnitt liebt bei nur 64 Prozent (D/A/CH: 56 Prozent).

Die Aktualisierung der Webshops steht  der Studie zufolge bei über der Hälfte der weltweiten Bauunternehmen im kommenden Jahr auf der Agenda. Auch hier ist der Wert der höchste im Branchenvergleich; der globale Durchschnitt liegt bei 42 Prozent. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass den bestehenden E-Commerce-Lösungen der ersten Generation wesentliche Funktionen fehlen, um den Ansprüchen der Branche für eine effektivere Unterstützung im Vertrieb gerecht zu werden. 

 

Information: Die Studie "Digitale Transformation & B2B E-Commerce-Report 2017/18" steht hier kostenlos zum Download zur Verfügung.
Hintergrund: Weitere Infos dazu, welche Trends die Einführung von Technologie in der Brance vorantreiben, stehen im Industry Trend Report für das Baugewerbe von Sana Commerce.

Text: / handwerksblatt.de

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