Lieferenpässe, Materialknappheit, Überregulierung und Bürokratie machen den SHK-Betrieben besonders in den Flutgebieten das Leben schwer und verzögern ihre Arbeit.

Lieferenpässe, Materialknappheit, Überregulierung und Bürokratie machen den SHK-Betrieben besonders in den Flutgebieten das Leben schwer und verzögern ihre Arbeit. (Foto: © kzenon/123RF.com)

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Materialknappheit: SHK-Handwerk fordert Solidarität

Handwerkspolitik

Lieferengpässe bereiten den Betrieben des SHK-Handwerks große Schwierigkeiten. Der ZVSHK hofft auf die Solidarität seiner Branchenpartner und eine Reaktion der Politik.

Die Landesverbände des SHK-Handwerks berichteten auf der Mitgliederversammlung des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) von den Schwierigkeiten der Betriebe, die die Lieferengpässe und Materialknappheit aktuell verursachen. "Sie kosten Umsatz und führen auf Kundenseite zunehmend zu Beschwerden, weil Produkte und Fabrikate nicht zur Verfügung stehen." Der ZVSHK fordert deshalb alle Markt- und Branchenpartner aber auch die Politik auf, die Liefer- und Materialproblematik anzugehen.

Die Konsequenzen der Lieferengpässe lenke die öffentliche Aufmerksamkeit immer stärker auf die SHK-Branche. "Das prägnanteste Beispiel hierfür: Die Lage in den Flutgebieten, wo mit Hochdruck daran gearbeitet wird, die Menschen in ihren Häusern wieder mit Strom, Wasser, Wärme zu versorgen. Hier haben wir uns als Handwerk mitunter von Politikern schon anhören müssen, wir täten nicht genug, um die zerstörten oder beschädigten Heizungen auszutauschen oder wieder ans Laufen zu bringen." Dieser Vorwurf sei nicht gerechtfertigt.

Politik soll reagieren

In den meisten Fällen fehle dringend benötigtes Material, sodass Installationen und in Inbetriebnahmen länger dauern als eigentlich notwendig. Mittlerweile wirke sich die Materialknappheit auch negativ auf die Umsatzzahlen des SHK-Handwerks aus. Lieferengpässe könnten nicht nur Produktivität und Ansehen der Branche schädigen, sondern auch die Umsetzung von politischen Klimaschutzplänen gefährden. Die Politik müsse reagieren und bestehende Überregulierung und Bürokratie abbauen, damit schnell Hilfe geleistet werden kann.

An seine Branchen- und Marktpartner appelliert der ZVSHK: "Bedient eure Fachschiene zuerst. Zeigt euch solidarisch. Fahrt eure Aktivitäten in anderen Vertriebskanälen herunter. Liefert das verfügbare Material zielgerichtet und bevorzugt an das SHK-Handwerk – gerade auch in den Flutgebieten – und helft dabei, unsere Branche in diesen Krisenzeiten gegenüber Öffentlichkeit und Politik als einen einvernehmlich und verantwortungsbewusst agierenden Wirtschaftsfaktor zu positionieren."

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Preisgleitklauseln gefordert

Ein weiteres Problem sei, dass die öffentliche Hand kaum auf Lieferengpässe, Materialverknappung und die dadurch bedingten zeitlichen und finanziellen Unwägbarkeiten bei der Auftragsabwicklung reagiere. Wichtig seien angemessene Preisgleitklauseln, die es aber vielerorts nicht gebe. "Dies führt schon heute dazu, dass selbst breit aufgestellte SHK-Unternehmen davor zurückschrecken, sich noch an Ausschreibungen für öffentliche Bauvorhaben zu beteiligen. Es ist dringend erforderlich, hier umzusteuern, Risiken nicht einfach weiterzureichen und stattdessen solidarischer zu handeln."

Quelle: ZVSHK

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Text: / handwerksblatt.de

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