Handwerksblatt Logo

Aktuelles zum Steuerbonus für Handwerkerleistungen

Für den Steuerbonus auf Handwerkerleistungen gelten neue Regeln. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat seinen kostenlosen Flyer aktualisiert.

Handwerk
Foto: 123rf


Der Ratgeber erläutert die Bedingungen für die Gewährung des Steuerbonus, zeigt wichtige Details für Betriebe und Kunden und stellt die Neuerungen von 2014 anschaulich dar. Wie zum Beispiel für die Absetzbarkeit von Schornsteinfegerarbeiten oder die Erweiterung bei Wohn- und Nutzflächen.

Die geänderte Rechtsauffassung der Finanzverwaltung ist ebenfalls berücksichtigt.

Den kostenlosen Ratgeber können Sie  hier herunterladen.

Das Wichtigste zum Steuerbonus in Kürze: 

20 Prozent der Arbeitskosten bis zu einem Höchstwert von 6.000 Euro können Privatkunden jedes Jahr für Renovierungs- und Sanierungsarbeiten innerhalb der eigenen vier Wände geltend machen. Haben sie die Höchstsumme erreicht, gibt es einen Steuerbonus von 1.200 Euro. Liegen die Arbeitskosten nur bei 2.100 Euro, dann würde der Steuerbonus entsprechend bei immerhin noch 420 Euro liegen. Ein Ehepaar, das zusammen veranlagt wird, kann den Bonus aber nur einmal nutzen.

Zusätzliches Bonbon: Für Handwerkerleistungen, die keine Renovierungsarbeiten sind, aber im Haushalt erbracht werden (etwa Wohnungsreinigung oder Fensterputzen) kann man zusätzlich den Steuerbonus für haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Der beträgt nochmal 1.200 Euro im Jahr (20 Prozent von 6.000 Euro).

Was will das Finanzamt als Nachweis sehen?

  • Der Steuerzahler muss die Handwerkerrechnung beim Finanzamt einreichen.
  • Materialkosten werden nicht berücksichtigt.
  • Arbeitskosten und Fahrtkosten (einschließlich Mehrwertsteuer) sind begünstigt.
  • Der Anteil der Arbeitskosten muss in der Handwerkerrechnung extra ausgewiesen sein (achten Sie darauf, sonst ist der Bonus futsch!).
  • Bei Wartungsverträgen genügt eine Anlage zur Rechnung, aus der die Arbeitskosten hervorgehen.
  • Aber: Barzahlungen werden nicht begünstigt. Das Finanzamt will z.B. einen Überweisungsbeleg oder einen Kontoauszug sehen, das heißt man kann mit EC-Karte, Verrechnungsscheck oder per Überweisung bezahlen.
  • Der Steuerbonus wird nicht natürlich gewährt, wenn der Kunde die Handwerkerrechnung schon als Betriebsausgabe, als Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastung geltend gemacht hat.

Foto: 123rf
Handwerker-Rechnung: Was Sie wissen sollten
Steuerbonus auch für den E-Check
Steuerbonus für die Dichtheitsprüfung
Handwerker-Rechnung gehört in die Steuererklärung



Leserkommentare

nach oben