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Foto: monticellllo/Fotolia
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Handwerkskammer

Die Handwerkskammern fördern auf der regionalen Ebene das Gesamthandwerk und sorgen für einen Ausgleich der Interessen einzelner Handwerkszweige bzw. -berufe. Sie stellen die gesetzliche Vertretung aller Handwerker eines Bezirks dar. Ihr Zuständigkeitsbereich umfasst in der Regel das Gebiet eines Regierungsbezirks oder größere Teile davon.

Jeder Handwerksbetrieb ist Mitglied der regional zuständigen Handwerkskammer. Aufgrund dieser Pflichtmitgliedschaft ist es den Handwerkskammern möglich, ihre Funktion als Sprecher des gesamten Handwerks der Region wahrzunehmen. Die Struktur des Kammerwesens ist in der Handwerksordnung beschrieben.

Als Körperschaften des öffentlichen Rechts erfüllen Handwerkskammern hoheitliche Aufgaben, zum Beispiel die Führung der Handwerksrolle, in der sämtliche Mitgliedsbetriebe erfasst werden; sie regeln die Berufsausbildung und sind in ihrem Kammerbezirk für das fachliche Prüfungswesen verantwortlich.

Als Selbstverwaltungseinrichtungen der Wirtschaft fördern sie die Betriebe und repräsentieren die Interessen des Handwerks gegenüber Politik und Verwaltung. Ihren bundesweit rund 960.000 Mitgliedern bieten die Kammern ein breites Spektrum von Dienstleistungen an, das von technischer, betriebswirtschaftlicher und rechtlicher Beratung bis hin zur Beratung in der beruflichen Bildung reicht.

Die Handwerkskammern führen zudem die Rechtsaufsicht über die Handwerksinnungen. Die Handwerkskammern sind auf Länderebene mit den regionalen Handwerkskammertagen und in den Landeshandwerksvertretungen vertreten. Auf Bundesebene sind sie im Deutschen Handwerkskammertag (DHKT) zusammengeschlossen und sind zugleich Mitglieder des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH).

Eine Übersicht über die 53 Handwerkskammern in Deutschland gibt diese Karte.
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