Saubere Kurvenfahrten im Mazda CX-5

 Im Sommer verpasste Mazda dem CX-5 neue Feinheiten. Wir haben das Erfolgsmodell unter die Lupe genommen.

Der neue Mazda CX-5 Foto: © Mazda
Der neue Mazda CX-5 Foto: © Mazda

Die moderne Technik hat so manchmal ihre Tücken: Wenn sie das tut, was sie machen sollte, aber im falschen Moment. Ein Beispiel ist der wunderbare distanzgeregelte Tempomat. Er hält den Abstand zum Vordermann, bremst im Bedarfsfall und beschleunigt anschließend bis zum voreingestellten Tempo. Auf dreispurigen Autobahnen kommt das System an seine Grenzen – wenn der Fahrer auf der rechten Spur fährt und dann relativ dicht einen der leidigen Mittelspurfahrer korrekt links überholen will. Dann haut das System schnell den Notfallbremsassistenten rein, weil es eine Gefahrensituation vermutet. Der Tritt aufs Gaspedal beendet das ungewünschte Bremsmanöver.

Glänzend in Magmarot Metallic

Mazda CX5 hintenDas passiert in jedem Fahrzeug mit entsprechender Ausstattung, so auch im Mazda CX-5. Wir sind unterwegs im Verkaufsschlager der Japaner und wer einmal damit fährt, weiß, warum der Mazda CX-5 so erfolgreich ist. Der Preis stimmt, die Ausstattung stimmt, Technik und Leistung sowie die Optik. Allein schon mit dem neuen Magmarot Metallic, den Mazda auch für seine Werbebotschaften nutzt, punktet die Marke. Wer sich schon für das Genre der SUV interessiert, dürfte den CX-5 auf jeden Fall in seine engere Wahl ziehen.

Ausgestattet war der Testwagen mit dem großen Dieselaggregat, das in dem Fall 129 kW/175 PS leistet, kombiniert mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Sein sattes Drehmoment von 420 Newtonmetern liefert richtigen Vortrieb und beschleunigt den rund 1,7 Tonnen schweren Geländegänger – der Testwagen verfügte über Allradantrieb – auf Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h. 208 km/h stehen im Datenblatt, ebenso wie ein Verbrauch von 5,8 Litern Diesel auf 100 km im Mix. Vollgasfahrten mit Höchstgeschwindigkeiten goutiert der CX-5 mit 7,9 Litern im durchschnittlichen Verbrauch, bei normaler Fahrweise pendelt sich der Verbrauch um die 6,0 Liter ein.

Neu: Zylinderabschaltung

Spritsparen lässt sich beim Diesel vor allem mit dem rechten Fuß. In der neuen Generation haben die Japaner aber in der Top-Benzinmotorisierung eine Spritsparhilfe eingebaut: Als technische Besonderheit gibt es eine Zylinderabschaltung. Fährt der Wagen auf ruhiger Strecke, schalten sich die beiden äußeren Zylinder ab, um Sprit zu sparen. Einen Vorgang, den der Fahrer gar nicht merkt, der aber bei Tempo 80 laut Mazda fünf Prozent Sprit spart, bei Tempo 40 sogar 20 Prozent.

Geringere Verbräuche erfreuen zwar den Geldbeutel und die Umwelt, aber die Verlockung zu mehr Fahrspaß ist einfach groß. In den bequemen Sitzen fühlt dich der Fahrer wohl, hat viel Platz und Zugriff auf allerlei technische Spielereien. Hervorzuheben ist hier vor allem das angenehm lesbare Head-up-Display. Der Fahrer kann in der Windschutzscheibe die wichtigsten Daten ablesen, insbesondere auch das aktuelle Tempolimit dank Verkehrsschilderkennung. Blind vertrauen sollte der Fahrer der Anzeige aber nicht: Nach Abbiegemanövern oder Auffahrten auf andere Straßen schleppt das System manchmal noch die alte Anzeige mit. Daher gilt am Steuer generell: Schön, wenn man Assistenten hat, besser, wenn man seinen eigenen Augen und Fähigkeiten traut.

Viele Helfer

Mazda CX5 innenFür die Elektronik gilt generell: Sie sollte jeder einmal selbst durchtesten, damit im Bedarfsfall alles automatisch auf Knopfdruck erfolgt und sie der Fahrer optimal einsetzen kann. Im Berufsverkehr sind vor allem die Totwinkelassistenten, der Spurhalte-Assistent, aber auch der distanzgeregelte Tempomat eine große Erleichterung. Der arbeitet übrigens ab Tempo 30, was das Fahren in einer Tempo-30-Zone führerscheinsicherer macht.

Das Fahrwerk mit all seinen technischen Raffinessen, die Mazda unter dem Stichwort Skyactiv, zusammenfasst, ist untadelig. Der CX-5 liegt auch bei schnellen Fahrten noch gut in der Kurve, zeichnet sich doch die Fahrzeug-Gattung ja generell bauartbedingt durch einen nicht ganz so günstigen Schwerpunkt aus. Dass Mazda hier besser abschneidet, ist ein Effekt des sogenannten G-Vectorings, bei dem die Technik die Radlasten mit einem positiven Effekt für die Fahrstabilität und Fahrruhe in Kurven verändert. Das geschieht durch Wegnahme von Drehmoment, was der Fahrer nicht spürt.

Fazit: Der Mazda CX-5 zeichnet sich durch exzellente Fahreigenschaften und schöne technische Raffinessen aus. Preislich fängt der Einstieg schon bei netto 21.000 Euro für das Basis-Modell mit 121 kW/165 PS (Benziner) an. Der Testwagen liegt bei netto 31.294,37 Euro.

Fotos: © Mazda

 

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