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Der Civic kommt in Neuauflage

Komplett überarbeitet und mit zwei neuen Motoren schicken die Japaner ihren Civic auf deutsche Straßen. Startschuss war der 18. März.

Handwerk
Die Japaner haben den Civic nicht etwa nur aufgefrischt, sondern auch komplett überarbeitet und zusätzlich mit neuen Motoren versehen. (Foto: Honda)

Wer heute ein neues Auto kauft, erwirbt eigentlich ein neues Endgerät, um sich mit der digitalen Welt zu vernetzen. Deshalb bezeichnet Honda folgerichtig beim kommenden neuen Civic denn auch das Cockpit als modernes Technologiezentrum. Mittendrin findet sich ein neuer Sieben-Zoll-Touchscreen und die mittlerweile zweite Generation des Entertainmentsystems Connect mit den üblichen modernen Anschlussmöglichkeiten für die kleinen und größeren Smartphones. Und selbstverständlich finden sich in der digitalen Anzeige auch alle möglichen Informationen über die Fahrdaten des Fünftürers und die aktuellen Einstellungen der fast schon selbstverständlich gewordenen elektronischen Fahrassistenzsysteme.

Doch in der eigentlichen Pressekonferenz geht es wohltuend wenig um Konnektivität und kleine digitale Helferlein, sondern um das Entscheidende, was ein Fahrzeug ausmacht: die Technik. Die Japaner haben den Civic nicht etwa nur aufgefrischt, sondern gleich komplett überarbeitet und zusätzlich mit neuen Motoren versehen. Ausgiebig erklären die Ingenieure, welche technischen Veränderungen sie am Motor vorgenommen haben – und wie diese sich auf Fahrleistung und Spritdurst auswirken.

Power als Diesel und Benziner

So haben die zwei neuen Turbomotoren, die es in einer Ein- sowie einer 1,5-Liter-Version gibt, laut technischen Daten einen Verbrauch zwischen 4,7 und 6,1 Litern, die sich im realen Straßenverkehr in den folgenden Testfahrten um die 6,5 Liter einpendeln. Es handelt sich um Benziner, noch feilen die Ingenieure daran, das Dieselaggregat Euro6-tauglich zu machen. Der Selbstzünder soll im Sommer folgen. Power haben beide Aggregate: Der kleine Turbobenziner leistet 95 kW/129 PS und sorgt schon für flottes Fahren. Es wird schon nach wenigen Metern klar, dass die Leistung für den rund 1,3 Tonnen schweren Civic-Fünftürer völlig ausreicht. Da die Deutschen aber sportbegeistert sind und gern viel Power unter der Haube haben, bietet der 1,5-Liter-Turbo gleich 134 kW/182 PS. Echte Sportfahrer können sich zudem im Sommer auf den TypeR mit noch mehr Leistung freuen.

Neben einem manuellen Schaltgetriebe gibt es den Civic natürlich auch mit dem CVT-Getriebe, der stufenlosen Automatik. Die hatte sich in der Vergangenheit nicht immer als technisches Wunderwerk erwiesen, doch die Arbeit, die die Techniker investiert haben, hat sich gelohnt. Schaltvorgänge sind kaum spürbar und selbst den von einem Doppelkupplungsgetriebe verwöhnten Kollegen nötigt die stufenlose Automatik Respekt ab.

Auch nach den ersten Metern fällt deutlich auf, wie sehr sich die neue Plattform und die neue Karosserie bemerkbar machen: Der Civic-Fünftürer ist deutlich leiser als noch die alte Generation und fährt geräuscharm auf Landstraßen und Autobahnen daher, einer besseren Dämmung und einer lärmisolierenden Windschutzscheibe sei gedankt. Und weil Benchmarks immer wichtig sind, können sich die Insassen über viel Platz im Innenraum freuen – und obendrein noch viel Gepäck im Kofferraum unterbringen. Der Radstand ist um 30 Millimeter gewachsen, die neue Plattform ist auch größer als die der alten Generation, was zusätzlichen Raum schafft. Das Volumen des Kofferraums von 478 Litern ist Bestmarke in der Klasse.

Text: Stefan Buhren; Foto: Honda

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