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E-Handwerke feiern ihre sieben Bundessieger

Jeweils zwei deutsche Meister kommen aus Baden-Württemberg und NRW. Bei den Ausbildungsbetrieben, die einen Bundessieger stellen, sind drei alte Bekannte dabei.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special PLW 2017: die Besten aus dem Handwerk
Foto: © ZVEH /Jessica Franke
Sieben Sieger eingerahmt von den Gratulanten (v.l.): Hans Auracher, Lothar Hellmann, Eike Thies Osmers, Jakob Groß, David Krefft, Tim Hoffmann, Levin Stenner, Tobias Zinger, Marvin Geiger, Holger Spelsberg. Foto: © ZVEH /Jessica Franke

Freudige Gesichter bei sieben Nachwuchsstars aus den elektro- und informationstechnischen Handwerken, die sich beim "Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks – Profis leisten was (PLW)" am 17. und 18. November in Oldenburg gegen ihre Konkurrenten durchsetzen konnten.

HandwerkErster Bundessieger bei den Systemelektronikern wurde Marvin Geiger aus Bayern. Damit ist seinem Ausbildungsbetrieb der fünfte Erfolg in Serie gelungen. Seit dem PLW 2013 stellt die Erhardt & Leimer GmbH aus Stadtbergen den deutschen Meister. Der zweite Platz ging an Felix Müller (Ausbildungsbetrieb: Teubner Industrie-Elektronik GmbH, Neustadt am Rübenberge) aus Niedersachsen. Sven Grabs (Ausbildungsbetrieb: Fachhochschule Münster) aus Nordrhein-Westfalen belegte Rang drei.

Jakob Groß (Ausbildungsbetrieb: Reif GmbH Innovative Sicherheitssysteme, Heroldstadt) aus Baden-Württemberg ist deutscher Meister der Elektroniker mit der Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik. Auf dem zweiten Platz folgt Michael Bühler (Ausbildungsbetrieb: Bosch Sicherheitssysteme Montage und Service GmbH, Amt Wachsenburg) aus Thüringen.

HandwerkNordrhein-Westfalen stellt mit Tim Hoffmann (Ausbildungsbetrieb: Elektro Brieden, Iserlohn) den besten Elektroniker der Fachrichtung Automatisierungstechnik. Zweiter Bundessieger wurde Sebastian von Essen (Ausbildungsbetrieb: Maurus Automatisierungstechnik, Bodenheim) aus Rheinland-Pfalz. Bronze holte Valentin Helm (Ausbildungsbetrieb: Witron Logistik + Informatik GmbH, Parkstein) aus Bayern. 

Ein Abo auf den Titel bei den Informationselektronikern mit dem Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik scheint die Sierck Multimedia aus Steinbergkirche in Schleswig-Holstein zu haben. Mit Eike Thies Osmers stellt sie zum dritten Mal in Folge den Bundessieger. Dahinter platzierte sich Christian Gutekunst (Ausbildungsbetrieb: Hessischer Rundfunk, Frankfurt am Main) aus Hessen.

HandwerkBei den Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik setzte sich David Krefft (Ausbildungsbetrieb: Walter Mayer GmbH, Koblenz) aus Rheinland-Pfalz durch. Joshua Gunsing (Ausbildungsbetrieb: Elektromotoren Müller GmbH, Uelzen) aus Niedersachsen und Timo Burgert (Ausbildungsbetrieb: J. Schneider Elektrotechnik GmbH, Offenburg) aus Baden-Württemberg kamen auf den zweiten bzw. dritten Platz.

Levin Stenner (Ausbildungsbetrieb: g. f. e. elektroservice GmbH, Geilenkirchen) aus Nordrhein-Westfalen ist bester Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Als einzige Frau schaffte es Diana Reuter (Ausbildungsbetrieb: Bundeswehr Dienstleistungszentrum, Hammelburg) aus Bayern beim PLW 2017 aufs Treppchen. Bronze holte Fabian Kelter (Ausbildungsbetrieb: Wahlen & Schabbach, Weiskirchen) aus dem Saarland.

HandwerkDen Titel bei den Informationselektronikern mit dem Schwerpunkt Bürosystemtechnik konnte die Hees Bürowelt GmbH aus Siegen (NRW) in diesem Jahr nicht verteidigen. Mitarbeiter Dominik Pfeil kam auf den dritten Platz. Erster Bundessieger wurde Tobias Zinger (Ausbildungsbetrieb: Zinger GmbH, Stuttgart) aus Baden-Württemberg. Cedrik Pischem (Ausbildungsbetrieb: seifert: it-solutions, Frankfurt am Main) aus Hessen sicherte sich den zweiten Rang.

Levin Stenner fährt zu den EuroSkills 2018

HandwerkWie in den Vorjahren erreichte der Wettkampf im Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) ein hochklassiges Niveau. Den verdienten Lohn erhielten die 53 Teilnehmer beim anschließenden Galaabend in der Weser-Ems-Halle: Dort wurden alle Mitstreiter gebührend gefeiert und die sieben Sieger gekürt.

Das beste Gesamtergebnis erzielte Levin Stenner. Der Schirmherr der Veranstaltung, Holger Spelsberg, überreichte ihm als Preis ein iPad. Wie alle anderen Erstplatzierten durfte er sich zudem über einen ebenfalls von Spelsberg gesponserten Bluetooth-Lautsprecher sowie über die vom ZVEH ausgelobte Prämie von 1.000 Euro freuen. Die Zweit- und Drittplatzierten bekamen jeweils 800 beziehungsweise 600 Euro. Als Sieger bei den Elektronikern Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik qualifizierte sich Levin Stenner mit seiner Punktzahl auch für die EuroSkills im September 2018 in Budapest. Bei der Berufe-Europameisterschaft wird er somit die deutschen elektro- und informationstechnischen Handwerke vertreten.

Jeder Teilnehmer ist ein Gewinner

HandwerkHans Auracher, ZVEH-Vizepräsident (Ressort Kommunikation und Berufsbildung), fand sehr lobende Worte für die Leistungen der Nachwuchskräfte: "Was die jungen Damen und Herren hier im Wettkampf gezeigt haben, ist aller Ehren wert. Alle Teilnehmer haben mit ihren Kompetenzen hervorragende Perspektiven für eine erfolgreiche Karriere." Schon in der Vorqualifikation auf Landesebene seien Höchstleistungen vonnöten gewesen, um sich überhaupt für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Deswegen dürfe sich jeder als Sieger fühlen.

Auracher übernahm die Ehrung der Sieger in Vertretung von BLW-Leiter Manfred Köhler, der aus gesundheitlichen Gründen in diesem Jahr nicht durch den Abend führte. Einen Besuch in Oldenburg ließ er sich dennoch nicht nehmen. "Die Teilnehmer haben höchsten Respekt verdient. Sie zeigen ihr ganzes Können. Und trotz der Anspannung entwickeln sie in den Tagen untereinander ein freundschaftliches Verhältnis", so Köhler.

HandwerkSchirmherr Spelsberg zollte den jungen E-Handwerkern große Anerkennung. Der hochtalentierte Nachwuchs sei die Zukunft der E-Branche. In den von der Digitalisierung geprägten Märkten komme es darauf an, dass Handwerk und Industrie noch enger zusammenarbeiten und sich weiterqualifizieren. Nur gemeinsam ließen sich die Herausforderungen erfolgreich bewältigen. Es gehe um "wir statt ich" – oder wie Spelsberg es pointiert formulierte "WeQ statt IQ".

Auch ZVEH-Präsident Lothar Hellmann, gleichzeitig Vorsitzender des Vereins zur Berufs- und Nachwuchsförderung in den elektro- und informationstechnischen Handwerken, war begeistert von den starken Leistungen der jungen E-Handwerker. Ihre Kompetenz, in kurzer Zeit ansprechende Lösungen zu entwickeln, sei eine wichtige Qualität, die in den dynamischen Märkten große Bedeutung habe.

Dank an Ausbildungsbetriebe und Sponsoren

Das ist der PLWAuch den Anteil der Ausbildungsbetriebe an den Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften der E-Handwerke hob Hellmann hervor: "Nur ihrem fachlichen und menschlichen Können bei der Ausbildung unseres Branchennachwuchses ist es zu verdanken, dass hier in Oldenburg alljährlich die besten Gesellen eines jeden Bundeslandes zum Wettstreit antreten können, um die Sieger in den verschiedenen Kategorien zu ermitteln." Der ZVEH-Präsident richtete seinen Dank ebenfalls an die 44 Sponsoren, die den PLW finanziell oder mit Sachleistungen unterstützen. Damit demonstrierten sie in jedem Jahr aufs Neue ihre Verbundenheit mit den Nachwuchskräften.

Fotos: © ZVEH / Jessica Franke

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