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Der Komfortable: Sanft durch das Gelände

Die Einführung des Nissan Navara 2015 war ein Quantensprung in Sachen Komfort. Die Japaner verpassten ihrem Pick-up eine sanfte Federung.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Spezial Pick-up
Handwerk
Der Nissan Navara Doppelkabine. Foto: © Nissan

Eine Geländefahrt ist alles andere als gemütlich. Jeder Stein, jedes Schlagloch, jede Pfütze meldet sich und schaukelt die Menschen in der Kabine kräftig durch. Vor allem die Mitfahrer auf der Rückbank, vorausgesetzt, es handelt sich um einen Pick-up mit Doppelkabine, werden im Gelände dank der Blattfedern durchgeschaukelt. Nur muss es beim Navara heute heißen: Sie wurden durchgeschaukelt. Die Japaner hatten sich entschlossen, hinten eine Mehrlenker-Hinterradaufhängung mit Schraubenfedern einzubauen. Der Effekt gleicht dem Wechsel von einem Campingstuhl in einen Sessel: Es ist bequem, sanft und richtig gemütlich. Willkommen in der Komfortzone.

Das heißt aber nicht, dass der Wagen nicht praktisch ist und keine Leistung hat. Nissan bietet seinen Navara nur mit einem 2,3-Liter-Vierzylinder an, den aber in zwei Leistungsstufen. Wer eher auf Lifestyle und Optik setzt, kann sich mit dem kleinen 120 kW/163 PS starken Diesel zufrieden geben. Gilt es aber auch, die komplette Nutzlast von einer Tonne zu fahren und womöglich noch einen Anhänger dran zu koppeln, sollte es doch schon das 140 kW/190 PS starke Aggregat sein. 3,5 Tonnen lassen sich nicht verleugnen, bei Steigungen muss sich auch der große Selbstzünder mühen.

Beim Verbrauch schnell im zweistelligen Bereich

Käufer sollten sich aber nicht der Illusion hingeben, dass das Modell dann die Verbrauchswerte von knapp unter sieben Litern erzielt, was auch für alle Wettbewerber gilt. Mit Nutzlast und erst recht mit einem Anhänger wird der Verbrauch auch schon mal gerne vorm Komma zweistellig, wenn man flott vorankommen möchte und nicht zärtlich mit dem Gaspedal umgeht. Dabei ist die Verführung gerade im Navara vorhanden. Das Fahrwerk macht richtig Spaß, da die Japaner hinten auf die sonst übliche Starrachse verzichten. Das gilt für die Straße, aber natürlich auch fürs Gelände. Per Drehschalter kann ich den Allradantrieb zuschalten, auf der Straße reicht natürlich der normale Hinterradantrieb.

Hilfreich sind die vielen Assistenzsysteme, die einem die Arbeit erleichtern. Hervorzuheben ist vor allem ein Feature: die 360-Grad-Kamera. Denn wie alle Pick-ups zeichnet sich auch der Navara durch üppige Ausmaße aus. Das Parken in der Innenstadt wird vor allem im Parkhaus zu einem kraftraubenden Akt. Beim Einparken erspart einem die Kamera viele Schweißtropfen, vor allem den Fahrern, die mit großen Fahrzeugen nicht so vertraut sind.
Preislich fängt der Navara ab 22.613,45 Euro an. Nissan gibt übrigens fünf Jahre Garantie auf sein Fahrzeug, alternativ 160.000 km.

 

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