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EEG-Umlage sinkt, Stromkosten steigen

Obwohl die EEG-Umlage erneut sinkt, könnten die Strompreise im kommenden Jahr steigen, denn die Umlage macht nur etwa ein Viertel des Preises aus.

Obwohl die EEG-Umlage das zweite Jahr in Folge sinkt, müssen Verbraucher mit einem Anstieg der Stromkosten im nächsten Jahr rechnen. Foto: © jirkaejc/123RF.com
Obwohl die EEG-Umlage das zweite Jahr in Folge sinkt, müssen Verbraucher mit einem Anstieg der Stromkosten im nächsten Jahr rechnen.

Laut Meldung der vier Netzbetreiber wird die EEG-Umlage 2019 um 5,7 Prozent auf 6,4 Cent pro Kilowattstunde sinken. Das macht laut Experten für einen Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden knapp 23 Euro pro Jahr aus. Trotzdem müssen Verbraucher eher damit rechnen, im kommenden Jahr mehr für Strom zahlen zu müssen.

Der Grund: Die Umlage macht nicht mehr als 25 Prozent des Strompreises aus. Ebenfalls ein Viertel der Kosten entfallen auf die Netznutzungsentgelte – und die steigen um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Verbraucherschützer beklagen einseitige Belastung

Verbraucherschützer fordern eine Entlastung der Haushalte. Sie beklagen, dass die Senkung der Umlage beim Endkunden nicht ankäme und sehen eine einseitige Belastung zu Ungunsten der Verbraucher. Vor allem die Offshore-Netzumlage, die zum Jahr 2019 eingeführt wird, gehe laut Bundesverband der Verbraucherzentrale vor allem zu Lasten der Privathaushalte, während die Industrie entlastet werde.

Diese neue Umlage wird laut Verband 2019 mindestens bei 0,345 Cent pro Kilowattstunde liegen, was für den Durchschnittshaushalt eine Zusatzbelastung von mindestens 13,80 Euro bedeute. Die seit 2000 vom Staat erhobene Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) finanziert den Ausbau der erneuerbaren Energien. Mit Hilfe der Umlage soll die Differenz zwischen den Börsenpreisen und den festen Vergütungssätzen für Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne und Biomasse ausgeglichen werden.

Text: / handwerksblatt.de

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