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Das Münsterland zur Marke machen

Mit onboarding@muensterland, Picknick³ und münster.land.leben hat der Münsterland e.V. die Umsetzung des Markenbildungsprozesses gestartet.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Handwerk im ländlichen Raum
Die Akteure aus Politik und Wirtschaft im Münsterland ziehen an einem Strang (v.l.): HWK-Präsident Hans Hund, IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer, Landrat Dr. Olaf Gericke, Landrat Dr. Klaus Effing, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Heinrich-Georg Krumme, Münsterland-Vorstand Klaus Ehling, WN-Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann und Unternehmensberater Christoph Engl. Foto: © Münsterland e.V./Arne Pöhnert
Die Akteure aus Politik und Wirtschaft im Münsterland ziehen an einem Strang (v.l.): HWK-Präsident Hans Hund, IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer, Landrat Dr. Olaf Gericke, Landrat Dr. Klaus Effing, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Heinrich-Georg Krumme, Münsterland-Vorstand Klaus Ehling, WN-Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann und Unternehmensberater Christoph Engl.

Gemeinsam mit Akteuren der Region stellte der Verein Münsterland e.V. die Projekte rund 250 Gästen aus Politik und Gesellschaft vor. "Unsere Identität auf den Punkt zu bringen – das war das Ziel des 2016 gestarteten Markenbildungsprozesses. Die drei Projekte sollen helfen, das münsterländische Lebensgefühl nach innen und außen zu vermitteln, damit Fachkräfte, Touristen und Bürger in unserer Region ankommen, sich wohlfühlen und natürlich auch bleiben", so Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V.

Das Projekt "onboarding@muensterland" soll Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften unterstützen, die Bewerber mit der Region vertraut machen und intensiv über die gute Lebensqualität im Münsterland informieren. "Denn die Wahl des Arbeitsplatzes ist auch eine Entscheidung für den zukünftigen Lebensraum", erklärt Judith Schäpers, Referentin für Markenentwicklung beim Münsterland e.V.

Praxistest startet im Frühjahr 2019

"Es geht darum, die Mitarbeiter nicht nur von Unternehmensseite, sondern auch aus der Region heraus wertschätzend willkommen zu heißen." In einer sechsmonatigen Pilotphase soll das Projekt ab Frühjahr 2019 in der Praxis getestet werden. Entwickelt wird es von Unternehmen und Wirtschaftsakteuren der Region gemeinsam mit dem Münsterland e.V.

Auch Dr. Benedikt Hüffer, Präsident der IHK Nord Westfalen, und Hans Hund, Präsident der HWK Münster, sehen das Potenzial von onboarding@muensterland: "Investoren, Fach- und Führungskräfte kommen aktuell nicht nur für den Job – sie kommen, weil sie das perfekte Gesamtpaket für sich und ihre Familien suchen. onboarding@muensterland geht auf dieses Bedürfnis ein und kommuniziert das Münsterland nicht nur als starken Wirtschaftsstandort, sondern auch als qualitativ hochwertigen Lebensraum."

"Picknick³"greift die Lebensqualität und Identität des Münsterlandes auf. Das Kommunikationsprojekt beginnt mit einem Fotowettbewerb, mit dem das besondere Picknickgefühl und besondere Picknickorte im Münsterland eingefangen werden sollen.

Mit dem Projekt "münster.land.leben", das von der Bund-Länder-Initiative "Innovative Hochschule" gefördert wird, entwickelt die FH Münster zukunftsfähige Lösungsideen für den Gesundheits- und Versorgungssektor, die das Leben im Münsterland noch attraktiver machen.

Jetzt die Positionierung mit Leben füllen

Regierungspräsidentin Dorothee Feller unterstrich: "Im regionalen Wettbewerb müssen Regionen sich positionieren, um wahrgenommen zu werden und um ein eigenes Gesicht zu bekommen. Mit dem Markenbildungsprozess hat das Münsterland einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan. Jetzt müssen wir alle gemeinsam in der Region unsere Positionierung mit Leben füllen."

"Die drei Projekte sind ein guter Anfang für alles, was in den kommenden Jahren und Jahrzehnten entwickelt werden muss, damit die Stärken des Münsterlandes wahrnehmbarer werden", betonte auch Oberbürgermeister Markus Lewe bei der Veranstaltung. "Die Themen, die durch die Projekte aufgegriffen werden, betreffen sowohl Stadt als auch Land und bieten genügend Raum, um sich individuell mit den eigenen Bedürfnissen darin wiederzufinden."

"Wir möchten das Münsterland durch den Markenbildungsprozess zukunftsfähig machen", sagte Dr. Olaf Gericke, Sprecher der Landräte. "Der ländliche Raum kann von diesen Projekten stark profitieren. Wir wollen zeigen, dass man bei uns gut leben und arbeiten kann – das ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit dem härter werdenden Kampf um Fachkräfte sehr wichtig."

Für die weiteren Schritte kommt es nun auf die Mitarbeit und die Ideen aller Akteure im Münsterland an. "In den kommenden Wochen werden regionale Veranstaltungen in Münster und den Münsterlandkreisen stattfinden", gab Heinrich-Georg Krumme, Aufsichtsratsvorsitzender des Münsterland e.V., einen kurzen Ausblick. "Wir freuen uns, wenn in der ganzen Region Menschen unsere Projekte aufgreifen, weiterentwickeln oder auch ganz neue Ideen einbringen."

Der Markenbildungsprozess ist ein Gemeinschaftsprojekt des Münsterland e.V., der IHK Nord Westfalen und der HWK Münster. Er wird durch einen Markensteuerungskreis und einen Arbeitskreis koordiniert und begleitet, in denen Unternehmen, Kommunen und Institutionen des Münsterlandes vertreten sind. Unterstützt wird der Verein durch die Managementberatung BrandTrust.
www.marke-msl.de

Text: Tim Adrian
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