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Wissing: Mittelstand stärkt ländliche Räume

Rheinland-Pfalz bleibt auf einem Spitzenplatz im Ländervergleich. Wirtschaftminister Volker Wissing macht Handwerk und Mittelstand dafür verantwortlich. "Sie sorgen für Stabilität."

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Handwerk im ländlichen Raum
Mehr als nur Weinbau: Mit einem Wachstum von real 1,7 Prozent im Jahr 2018 belegt Rheinland-Pfalz einen Spitzenplatz im Ländervergleich. Foto: © Achim Prill/123RF.com
Mehr als nur Weinbau: Mit einem Wachstum von real 1,7 Prozent im Jahr 2018 belegt Rheinland-Pfalz einen Spitzenplatz im Ländervergleich.

Für wirtschaftliche Stabilität in Rheinland-Pfalz sorgen vor allem das Handwerk und der gesamten Mittelstand. Das betonte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing zur Eröffnung des Mittelstandstages 2019 in Mainz. Die Unternehmen wüssten mit schwankenden Märkten umzugehen. Sie seien das Rückgrat der ländlichen Räume.

"Die politische Weltbühne verändert sich, das wirkt sich auch auf die Märkte aus", so Wissing. In Rheinland-Pfalz sei man davon bisher noch wenig betroffen. Im Gegenteil, die Wirtschaftslage sei weiterhin exzellent:

"Spitzenwerte bei der Exportquote, stetiges Wachstum und eine Steigerung der Wertschöpfung um 5,4 Milliarden Euro im vergangen Jahr zeugen von hoher wirtschaftlicher Stabilität. Das haben wir insbesondere unseren mittelständischen Unternehmen zu verdanken. Sie sind in der Lage, auch in volatilen Märkten zu bestehen. Unser Mittelstand versteht es, mit Weitblick solide zu wirtschaften", betonte der Minister.

Mittelstand weiß, wie man mit Schwankungen umgeht 

Foto: © Jan Hosan Foto: © Jan Hosan Mit einem Wachstum von real 1,7 Prozent im Jahr 2018 belege Rheinland-Pfalz einen Spitzenplatz im Ländervergleich. Klar sei aber auch, dass das Wirtschaftswachstum nicht dauerhaft anhalten könne. "Es liegt in der Natur des Marktes, dass er Schwankungen unterliegt", so Wissing. Er sei sich aber sicher, dass der Mittelstand im Land auch mit dieser Entwicklung umzugehen wisse. Das Land unterstütze die Unternehmen bei den Herausforderungen.

Beispiel Fachkräftebedarf und duale Ausbildung:

Infos zu den Coaches für betriebliche AusbildungMit den Coaches für betriebliche Ausbildung im Handwerk und der Gastronomie, mit dem Meisterbonus (Aufstiegsbonus) und mit den bald startenden Ausbildungsbotschaftern ergreife das Land vielfältige Maßnahmen, um mehr Menschen für die duale Ausbildung zu begeistern. Das helfe, Fachkräfte zu gewinnen und ebne den Weg für Unternehmensnachfolgen, ist der Minister überzeugt.

Wissing ermutigte die Unternehmen, Jugendliche gezielt anzusprechen. "Wir leben in einer Zeit, in der sich nicht mehr das Unternehmen einen Auszubildenden aussuchen kann – Unternehmen müssen mit attraktiven Angeboten um die jungen Menschen werben. Wer das jetzt nicht erkennt, wird in Zukunft vor Herausforderungen stehen."

An die Bundesregierung gerichtet, forderte der Minister 

  • ein pragmatisches und praktikables Einwanderungsgesetz,
  • die Senkung der Unternehmenssteuern,
  • weniger Bürokratie für die Unternehmen insgesamt und
  • die gesetzliche Umsetzung der angekündigten steuerlichen Forschungsförderung, "damit die Unternehmen Klarheit haben und investieren können".


Wissing abschließend: "Der Mittelstand ist das Rückgrat der rheinland-pfälzischen Wirtschaft. Wir sollten alles dafür tun, dass die Unternehmen auch weiterhin erfolgreich bleiben können. Sie sind Arbeitgeber für die Bürgerinnen und Bürger, versetzen Regionen in die Lage, in Infrastruktur und wichtige Versorgungseinrichtungen zu investieren. Ohne den Mittelstand wäre Rheinland-Pfalz, wären unsere ländlichen Räume weit weniger lebenswert." Lobende Worte, die die anwesenden Unternehmer beim diesjährigen Mittelstandstag in Mainz sicher gerne gehört haben.

Text: Rainer Fröhlich
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