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Ein US-Truck erobert deutschen Markt

Dodge: Pick-up ist nicht gleich Pick-up. Mit dem RAM kommt ein waschechter Amerikaner auf deutsche Straßen. Und der klotzt: Unter seiner Haube arbeitet ein 5,7-Liter-V8-Motor mit 395 PS.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Pick-up mit dem Pick-up
Foto: © Dodge

Seit September gibt es ihn offiziell auf dem deutschen Markt; den neuen Dodge RAM 1500 für das Modelljahr 2019. Hinter der Einführung steht der AEC, der offizielle Dodge & RAM Importeur, der europaweit für ein Netz von 150 Händlern steht, davon 40 in Deutschland. "Wir sind zuversichtlich, dass der 2019 RAM den Erfolg der Marke RAM in Europa weiter vorantreiben wird", sagt John Muratori, COO von AEC Europe, denn "der neue RAM zeichnet sich durch innovative Technik, Technologie und hochwertige Materialien aus."

Schauen wir genauer hin. Die 2019er Version hat gegenüber dem alten Modell rund 100 Kilogramm abgespeckt, während die Leistung leicht hoch ging. Für den Antrieb sorgt ein 5,7-Liter-Hemi-Achtzylinder, der 295 kW/401 PS hat und damit gegenüber dem alten Modell sechs PS mehr bietet. Klar ist, dass mit so einem Aggregat keine Spritsparpreise gewonnen werden können. Laut Werk braucht der neue RAM 1500 im neuen WLTP-Zyklus 15,6 Liter – trotz Kraftstoffspartechnologien wie Zylinderabschaltung ein Tribut an dem enormen Hubraum. Dafür verrichtet das Aggregat seinen Job, egal, ob es gerade bergauf geht oder hinten die volle Anhängelast dran hängt. 550 Newtonmeter Drehmoment bietet der RAM 2019.

Länger, leichter und effizienter

Man mag es für kaum möglich halten, aber mit der neuen Version ist der bullige Pick-up noch einmal in seinen Dimensionen gewachsen. Der Radstand legte um zehn Zentimeter zu, entsprechend länger wurde auch die Kabine. Damit hat das Modell in seinem Segment die größte Kabine mit viel Beinfreiheit, die auch an Stauraum dazu gewonnen hat. Wer mag, kann ein großes Panoramaschiebedach zu seinem Pick-up ordern. Insgesamt ist das Fahrgestellt länger, leichter und effizienter geworden und besteht zu 98 Prozent aus hochfestem Stahl.

Foto: © Dodge Foto: © Dodge Neu sind auch die Frequency Response Damping (FRD)-Stoßdämpfer. Bei Kurvenfahrten verändert sich die Dämpfung: Sie wird härter, während bei normaler Fahrweise die Dämpfung komfortabler Unebenheiten abfedert. Eine Dämpfungsfunktion gibt es auch bei der neuen Aluminium-Heckklappe, wenn man sie öffnet. Zusätzlich gibt es noch eine integrierte Anhebehilfe.
Natürlich gehört der Allrad-Antrieb zum Standard im neuen RAM. Neu ist, dass in der Version des Rebel Trims ein elektronisches Sperrdifferenzial schon an Bord ist, bei allen anderen Ausstattungsvarianten ist es eine Option. Damit kann der Fahrer das Differenzial sperren bzw. entriegeln, wenn er im schweren Gelände die maximale Traktion braucht.

Digital und mit vielen elektronischen Helfern

Eine neue Generation kommt natürlich auch nicht an der Digitalisierung vorbei. An Bord ist das Uconnect-System der vierten Generation mit einem 12-Zoll-Touchscreen, sowie einem dicken Audiosystem von Harman Kardon mit 19 Lautsprechern. Erstmalig – bei diesen Dimensionen ein sinnvolles Feature – gibt es den Ram auch mit einer 360-Grad-Rundumsicht. Vier Kameras liefern ein Bild des Ram aus Vogelperspektive auf den Bildschirm. Und wie es sich gehört, kommt der Pick-up auch mit vielen elektronischen Helfern. Dazu gehört ein klassischer distanzgeregelter Tempomat, Bremsassistent, Totwinkel-Warner, Spurhalte-System, Einpark-Hilfen oder beim Rückwärtsausparken ein Warner vor Querverkehr.

Fazit: Neue RAM 1500 kommt noch bulliger und wuchtiger daher. Zudem glänzt er mit dicker Leistung einer klassischen Acht-Zylinder-Maschine, die auch noch viel Komfort bietet. Der Einstieg in den RAM 1500 fängt bei netto 53.136 Euro für den RAM Crew Cab Big Horn an.

www.agtauto.com

 

Text: Stefan Buhren
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