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Bundesrat will kostenlose Diesel-Nachrüstung

Dieselautos sollen von den Herstellern kostenlos mit Filtern nachgerüstet werden, verlangt der Deutsche Bundesrat. In einer am 19. Oktober gefassten Entschließung fordert er die Bundesregierung zum Handeln auf.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Reizthema Diesel-Fahrverbot
Diesel belasten die Atemluft mit Stickoxiden. Foto: © awrangler/123RF.com
Diesel belasten die Atemluft mit Stickoxiden.

Der Bundesrat sieht dringenden Handlungsbedarf, da viele Diesel-Fahrzeuge im Realbetrieb nicht den Abgasnormen entsprechen. Die Länderkammer reagiert mit ihrer Forderung auf Gerichtsentscheidungen zu Dieselfahrverboten in einigen Städten. Hardware-Nachrüstungen stellten die wirksamste Methode dar, um die Luftqualität in den Städten nachhaltig zu verbessern, die EU-weiten Grenzwerte einzuhalten und somit generelle Fahrverbote zu vermeiden. Saubere Luft ist ein wichtiger Faktor für die Gesundheit der Menschen, betont der Bundesrat.

Wichtige Fragen und Antworten zum Thema Diesel-Fahrverbote finden Sie hier.

Die Bundesregierung müsse die Voraussetzungen schaffen, damit für die betroffenen Dieselfahrzeuge eine Hardware-Nachrüstung erfolgen kann. Zudem soll sie zeitnah die Zulassungsvoraussetzungen für solche technisch umgerüsteten Diesel-Fahrzeuge regeln, die die Abgasnormen erfüllen.

Nicht auf Kosten der Verbraucher

Die Kosten der Umrüstung seien von den Herstellern zu tragen. Verbraucherinnen und Verbraucher, die ein vermeintlich emissionsarmes Diesel-Fahrzeug gekauft haben, dürfen nicht auf den Kosten sitzen bleiben, begründet der Bundesrat seine Forderung.

Die Entschließung wurde nun der Bundesregierung zugeleitet, die darüber entscheidet, ob sie die Forderung des Bundesrates aufgreift. Feste Fristen für die Beratungen innerhalb der Bundesregierung gibt es allerdings nicht.

In welchen Städten Diesel-Fahrverboten gelten oder kommen, lesen Sie hier.

Text: Rainer Fröhlich
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