Handwerksblatt Logo

Anzeige

Weg frei für die E-Rechnung an Behörden

In Zukunft sollen oder müssen Unternehmen Rechnungen an Behörden elektronisch stellen, also über ein Rechnungsportal hochladen. Das Bundeskabinett hat dafür den Weg frei gemacht. 

Foto: © ra2studio/123RF.com

Rechnungen an Behörden sollen in Zukunft nicht mehr ausgedruckt, kuvertiert und frankiert werden, sondern können über ein webbasiertes Rechnungsportal des Bundes in dem einheitlichen Format XRechnung digital hochgeladen und gesendet werden. So sieht es die E-Rechnungs-Verordnung des Bundes vor, die Anfang September vom Bundeskabinett verabschiedet wurde.

Dadurch fallen nicht nur Porto- und Papierkosten weg, auch der Arbeitsaufwand bei den Unternehmen wird reduziert, sagt der Bund, der von einer jährlichen Kostenersparnis in Höhe von elf Millionen Euro für die Firmen ausgeht.

"Wir haben in den letzten Jahren einiges auf dem Weg zur Digitalisierung der Verwaltung erreicht. So heißt die Devise bei der E-Rechnung: Papierkram einsparen, Ressourcen schonen, Abläufe effektiv gestalten. Aber da werden wir nicht Halt machen", sagt Bundesinnenminister Lothar de Maizière vor der Presse. Gemeinsam mit Ländern und Kommunen will man in den nächsten fünf Jahren Staat und Verwaltung grundlegend transformieren und digitalisieren. "Wir sind im Entstehungsprozess der größten E-Government-Initiative Europas - und wir werden diesen Prozess mit aller Kraft vorantreiben", so der Minister.

Die Verordnung tritt am 27. November 2018 für Bundesministerien und Verfassungsorgane in Kraft. Für alle übrigen Bundesstellen gelten die Regelungen ab dem 27. November 2019.

Foto: © ra2studio/123RF.com

 

 

Was Sie sonst noch interessieren könnte
Foto: © Chris Lührmann / HWK Dortmund
Unternehmensführung 
Digitalisierung: Handwerk sollte die Chancen nutzen
Bei der Messe "Handwerk Digital" im Bildungszentrum Hansemann der Handwerkskammer Dortmund zeigten 80 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen.
Foto: © Udo Geisler/NRW.BANK
Unternehmensführung 
Den digitalen Wandel finanzieren
Die Digitalisierung eröffnet dem Handwerk neue Geschäftschancen. Förderbanken wie die NRW.BANK unterstützen die Unternehmen dabei, den digitalen Wandel zu gestalten.
Foto: © Michael Block
Unternehmensführung 
Erfolgreiche Premiere für "empto talk"
"empto talk", das neue Format zum Austausch zwischen Entsorgungswirtschaft, Startups und Hochschulen, zog zahlreiche Teilnehmer ans Kölner Rheinufer.
Foto: © Frank Rogner
Unternehmensführung 
Ruhrgebiet: Kammern schlagen 40 Projekte vor
Handwerk und Industrie legen 40 Projektvorschläge für den Strukturwandel im Ruhrgebiet vor. Zentrale Querschnittsthemen hätten noch nicht die Bedeutung, die sie haben müssten.
Foto: © Vlad Kochelaevskiy/123RF.com
Unternehmensführung 
Betriebe können Software zur Digitalisierung testen
Der Verein "Wenn Handwerk – dann Innung", ein Zusammenschluss von regionalen Innungsverbänden aus Berlin und Brandenburg, kooperiert mit Software-Hersteller.
Foto: © alexraths/123RF.com
Unternehmensführung 
Kommission fordert mehr Investitionen in Deutschland
Die EU-Kommission hat ihre länderspezifischen Empfehlungen veröffentlicht. Deutschland soll mehr Reize für Investitionen setzen und die Tragfähigkeit des Rentensystems sichern.

Leserkommentare

nach oben