Altersvorsorge: Die Qual der Wahl

Eine gute Altersvorsorge ist unentbehrlich. Gerade wer nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlt, muss sich anders absichern. Ein Überblick über die möglichen Alternativen für Handwerksunternehmer.

Handwerk


Jeder Selbstständige kann innerhalb von fünf Jahren nach Aufnahme seiner Tätigkeit eine Pflichtversicherung beantragen. Sinnvoll kann das für Unternehmer sein, die wegen einer Krankheit oder ihres Alters eine private Rentenversicherung nur zu sehr hohen Kosten bekämen. Wer einmal eine Pflichtversicherung beantragt hat, muss auch dabei bleiben und bis in den Ruhestand entweder 18,9 Prozent seines Einkommens oder einen Regelbeitrag von rund 500 Euro monatlich berappen.

Wer sich nicht festlegen möchte, kann stattdessen freiwillig in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen und dabei die Beitragshöhe frei zwischen einem Mindestsatz von 85 und dem Höchstsatz von 1.096 Euro wählen – unabhängig vom Einkommen. Interessant ist diese Möglichkeit für ältere Selbstständige, die pflichtversichert waren und ihre Ansprüche auf eine Erwerbsminderungsrente wahren möchten.

Kommt Riester für Selbstständige in Frage?

Ja – wenn sie selbst pflichtversichert sind oder der Ehepartner in die gesetzliche Rentenkasse einzahlt. Arbeitet zum Beispiel die Frau eines selbstständigen Handwerkers als Angestellte und beide schließen Riester-Verträge ab, so hat jeder von ihnen Anspruch auf eine staatliche Grundzulage von bis zu 154 Euro pro Jahr.

Steuermindernd berücksichtigt werden für das Paar zusammen Einzahlungen von maximal 2.160 Euro jährlich. Für den selbstständigen Partner reicht deshalb ein Riester-Vertrag allein als Altersvorsorge nicht aus.

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