Haben Sie die Künstlersozialabgabe korrekt bezahlt?

Auf deutsche Unternehmen rollt eine Prüfungswelle zu: Künftig werden sehr viel mehr Betriebe kontrolliert, ob sie die Künstlersozialabgabe gezahlt haben.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Was Sie als Chef im Handwerk wissen müssen
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Unternehmer müssen sich künftig auf deutlich mehr Kontrollen einstellen, bei denen die Rentenversicherung überprüft, ob sie ihren Verpflichtungen zur Künstlersozialabgabe nachkommen. Der Bundesrat hat dem entsprechenden Gesetz zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes zugestimmt. Es wird zum 1. Januar 2015 in Kraft treten.

Selbstständige Künstler und Publizisten sind in der Künstlersozialkasse (KSK) pflichtversichert. Dadurch erhalten sie den Schutz der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Wie abhängig beschäftigte Arbeitnehmer tragen die Versicherten die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge. Die andere Beitragshälfte wird durch einen Bundeszuschuss und durch die Künstlersozialabgabe der Unternehmen, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten, erbracht.

Wer Künstler beauftragt, muss meist zahlen
In der Künstlersozialkasse (KSK) sind derzeit knapp 180.000 Selbstständige mit mehr als 100 verschiedenen Berufen versichert. Ihr durchschnittliches Jahreseinkommen beläuft sich derzeit auf knapp 15.000 Euro im Jahr.
Seit Januar 2014 beträgt der Abgabesatz 5,2 Prozent für Arbeitgeber und Unternehmen, die künstlerische Leistungen verwerten. "Tatsächlich zahlen aber nicht alle Firmen ihre Beiträge in die Künstlersozialkasse, wenn sie Künstler beauftragt haben", erklärt die Bundesregierung in einer Pressemitteilung.

Die Deutsche Rentenversicherung prüft, wer beitragspflichtig ist und wird dabei von der KSK unterstützt, die unter anderem die Beiträge einzieht. Anlassbezogen kann sie auch selbst prüfen. Das neue Gesetz sieht vor, die Prüfungen so auszuweiten, dass möglichst alle abgabepflichtigen Arbeitgeber erfasst werden.

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