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Firmen zahlen jetzt für die Bau-Unterkünfte

Seit Jahresanfang muss der Chef die Übernachtung für Bauarbeiter stellen und bezahlen. Das regelt der Tarifvertrag, den die Arbeitgeberverbände und die IG BAU im vergangenen Jahr unterzeichnet haben.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Was Sie als Chef im Handwerk wissen müssen
Handwerk
Seit Jahresbeginn müssen Firmen bei "Arbeitsstellen ohne tägliche Heimfahrt" die Kosten für die Unterkunft der Bauarbeiter bezahlen. Das regelt der Tarifvertrag zwischen der IG BAU und den Arbeitgeberverbänden aus dem vergangenen Jahr. (Foto: © Karl-Heinz Spremberg/123RF.com)

Für die rund 723.000 Bauarbeiter in Deutschland gilt bei "Arbeitsstellen ohne tägliche Heimfahrt": Ab Januar muss der Chef die Unterkunft nicht nur stellen, sondern auch komplett dafür aufkommen. Anders als bislang darf er dafür nichts von der sogenannten "Auslöse" abziehen.

In den meisten anderen Branchen ist es üblich, dass der Arbeitgeber die Übernachtung bezahlt, wenn seine Mitarbeiter für die Firma unterwegs sind. Das gilt jetzt auch am Bau. Die Regelung ist Teil des Tarifvertrags für das Bauhauptgewerbe, den IG BAU und Arbeitgeberverbände im vergangenen Jahr unterzeichnet haben. Darin ist für Auswärts- Jobs auch eine Verpflegungspauschale von 24 Euro pro Arbeitstag festgeschrieben. Per Betriebsvereinbarung kann sie bis auf 28 Euro erhöht werden.

 

Hintergrund: Bisher galt bei der Bau-Unterkunft: Wer mehr als einen Tag für den Betrieb unterwegs war, der bekam vom Arbeitgeber eine "Auslöse" von 34,50 Euro pro Kalendertag und musste davon häufig selbst die Unterkunftskosten bestreiten. Wenn der Chef die Unterkunft selbst organisierte, konnte er den Beschäftigten hierfür bis zu 6,50 Euro von der Tagespauschale abziehen.

Foto: © Karl-Heinz Spremberg/123RF.com

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