Lebensversicherungen enttäuschen

Lebens- und private Rentenversicherer haben jahrzehntelang Erwartungen geweckt, die sie oft nicht erfüllen, sagt die Stiftung Warentest. Oft bekämen Kunden nur die Hälfte der einst in Aussicht gestellten Summe.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Was mache ich mit meiner Lebensversicherung?
Foto: © Vadim Guzhva/123RF.com
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Langjährige Kunden erhalten bis zu knapp 50 Prozent weniger Leistung als ihnen beim Abschluss der von Lebens- oder privaten Rentenversicherungen in Aussicht gestellt worden war. Die Überschussangaben zu Beginn des Vertrags erwiesen sich hier als Fehlschluss. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Februar-Ausgabe, für die sie Verträge ihrer Leser unter die Lupe genommen hat.

Einst hätten die Vermittler Lebens- und private Rentenversicherungen als optimale Vorsorge für später angepriesen: "Nun stellt sich heraus, dass am Ende bis zu knapp der Hälfte weniger herauskommt, als vom Versicherer einst hochgerechnet", schreibt Finanztest. Die niedrigen Zinsen seien dafür nur einer von mehreren Gründen. Kunden, deren Verträge auslaufen, bekämen auch deshalb weniger, weil die Versicherer immer größere Finanzpuffer aufbauten und die Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven drastisch beschnitten hätten, heißt es in einer Pressemitteilung der Stifung Warentest. Dies habe Einfluss auf die Überschussbeteiligungen, die einen Teil der Auszahlungen ausmachen. Eine Gesetzesänderung zu Gunsten der Versicherer aus dem August 2014 mache dies möglich.

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