Familienfreundliche Firmen finden eher Mitarbeiter

Der Fachkräftemangel wird eine immer größere Herausforderung für kleine Handwerksbetriebe. Mit Familienfreundlichkeit können Sie im Wettbewerb um gute Leute gegen große Unternehmen bestehen. Beispiele, Tipps und Links für Handwerksunternehmer:

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special So finden Sie gute Leute für Ihren Betrieb!
Foto: © HONGQI ZHANG/123RF.com
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Qualifizierte Mitarbeiter, die gut ins Unternehmen passen und hochmotiviert sind, sind schwer zu finden. Genauso schwierig kann es sein, sie langfristig zu binden.Denn längst ist nicht mehr allein das Gehalt bei der Entscheidung für eine Stelle ausschlaggebend. Handwerksbetriebe müssen daher neue Wege gehen, um auch in Zukunft als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben.

Ist ein Unternehmen besonders familienfreundlich, zahlt sich dasin vielerlei Hinsicht aus: Ihre beruflichen und privaten Ziele "unter einen Hut" zu bringen, motiviert Mitarbeiter, macht sie leistungsbereiter, flexibler und loyaler – und den Betrieb damit erfolgreicher. Denn ein Mitarbeiter, der auch mal nachmittags den Sportwettbewerb seines Kindes miterleben kann, wird sich beim Notfalleinsatz am Wochenende ebenfalls engagiert zeigen.

"Zufriedene Kunden gibt es nur mit zufriedenen Mitarbeitern"
HandwerkIm Vordergrund einer familienfreundlichen Personalarbeit stehen unternehmerische Ziele wie eine verbesserte Kundenbindung: "Zufriedene Kunden gibt es nur mit zufriedenen Mitarbeitern. Sie prägen den Außenauftritt unseres Unternehmens", betont Norbert Schalm, Geschäftsführer der H. Schalm GmbH in Mönchengladbach. In seinem Betrieb für Heizungs-, Klima und Lüftungstechnik richten sich die Arbeitszeiten nach den Bedürfnissen der Kunden. Gleichzeitig legt er Wert darauf, das Zeitmanagement seiner über 30 Mitarbeiter zu berücksichtigen.

Möglich wird dies durch Arbeitszeitkonten, Einsatzpläne und gegenseitige Vertretung – Flexibilität wird also gewährt, aber auch gefordert. Der Austausch mit den Mitarbeitern und ihren Familien – beispielsweise bei der Vorstellung der Jahresziele – ist für Schalm wichtig, um gegenseitiges Verständnis zu fördern. Sein Fazit: "Nur wenn es allen gutgeht, läuft's."

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