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Online-Verkäufer haftet für Fehler im Angebot

Wer auf einer Verkaufsplattform im Internet Waren anbietet, haftet auch für Mängel des Angebotes, die andere verursachen. Das geht aus zwei Urteilen des Bundesgerichtshofs hervor.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Online-Shops lohnen sich auch für Handwerker!
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Onlinehändler haben weitreichende Pflichten (Foto: © limbi007/123RF.com)

Ein Händler, der auf einer Internet-Verkaufsplattform (wie hier Amazon-Marketplace) Waren verkauft, muss seine Produktbeschreibung auf mögliche Veränderung durch andere überwachen. Kommt es zu einer Markenverletzung, weil Dritte (Amazon oder andere Händler) die Artikelbeschreibung manipulieren, haftet der Verkäufer.

In dem einen Fall ging es um einen falschen Rabattpreis einer Uhr, den Amazon eingesetzt hatte. In dem anderen Fall hatte ein unbekannter anderer Nutzer zu der angebotenen Computermaus einen falschen Markennamen ergänzt. Beide Händler wurden für diese Fehler in die Verantwortung genommen. Der Verkäufer habe eine Überwachungs- und Prüfungspflicht, urteilten die Richter.

Als Konsequenz heißt das: Alle Marketplace-Händler müssen ihre Angebote auf Internet-Plattformen engmaschig überwachen.

Bundesgerichtshof, Urteile vom 3. März 2016, Az. I ZR 110/15 und I ZR 140/14

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