Haben Sie eine zündende Idee? Die Bewerbungsphase für den Gefahrstoffschutzpreis beginnt am 1. November.

Haben Sie eine zündende Idee? Die Bewerbungsphase für den Gefahrstoffschutzpreis beginnt am 1. November. (Foto: © BMAS)

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Gefahrstoffschutzpreis geht in die 15. Runde

Auch dieses Jahr steht bei dem mit 10.000 Euro dotierten Preis der Schutz vor krebserzeugenden Gefahrstoffen im Fokus.

Die Gefahren der Arbeitswelt sind so vielfältig wie die Berufswelt selbst. Egal ob im Büro, auf der Baustelle oder in der Werkstatt – fast überall gibt es Berührungspunkte zu Gefahrstoffen. Denn alles, was zu akuten oder chronischen Schäden der Gesundheit führen kann, zählt dazu.

Deshalb will der Deutsche Gefahrstoffschutzpreis die Betriebe sensibilisieren und widmet die alle zwei Jahre ausgelobte Auszeichnung stets unterschiedlichen Themen. Für 2024 steht das Thema Krebs am Arbeitsplatz im Mittelpunkt. Prämiert werden vorbildliche praktische Problemlösungen sowie Initiativen, die Beschäftigte vor krebserzeugenden Gefahrstoffen schützen.

Die Gewinner der letzten Jahre

Schon vor zehn Jahren standen Maßnahmen gegen krebserzeugende Gefahrstoffe im Mittelpunkt. Damals gewann die IAB Weimar gGmbH für die Entwicklung eines staubarmen Asbestbohrverfahrens. Der Clou der Innovation aus Thüringen: Das Verfahren hat sich nicht nur im Umgang mit Asbest, sondern grundsätzlich bei allen staubintensiven Arbeiten bewährt. Weil am Wettbewerb nicht nur Personen oder Unternehmen, sondern auch Organisationen teilnehmen können, ging außerdem ein Preis an den Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks für seine besonderen Aktivitäten im gesamten Handwerkszweig.

Auch die Friedrich Duss Maschinenfabrik GmbH & Co. KG bekam für die Entwicklung von Bauwerkzeugen mit integrierten Absaugsystemen zwei Jahre später, 2016, diesen Preis. Damals suchten die Initiatoren des Preises, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) Ideen, wie sich die Gesundheitsgefahren durch Staub reduzieren lassen.

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Bei der letzten Ausgabe des Preises 2022 standen ebenfalls Maßnahmen gegen den Staub im Fokus. Die Firma BOMAG GmbH erhielt den Preis für ihre Entwicklung eines Staubschilds, mit dem sich bei Asphaltfräsarbeiten der entstehende Staub um bis zu 80 Prozent reduzieren lasse.

Wie Sie teilnehmen können!

Die Bewerbungsphase für den 15. Deutscher Gefahrstoffschutzpreis beginnt am 1. November 2023 und endet am 31. März 2024. Bewerben können sich Personen, Betriebe und Organisationen aus Handwerk, Industrie oder dem Dienstleistungssektor mit neuen innovativen Lösungen, wie am Arbeitsplatz der Umgang mit Gefahrstoffen vermieden oder sicherer gestaltet werden kann.

Auch die Weiterentwicklungen von Arbeitsmaterialien oder Verfahrenstechniken für einen besseren Schutz oder besonders innovative Weiterbildungskonzepte für den Umgang mit Gefahrstoffen sind preiswürdig. Bewerbungen per Mail an: gefahrstoffschutzpreis@baua.bund.de. Die Verleihung findet im Herbst 2024 statt.

 

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Text: / handwerksblatt.de

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