Handwerker haben gute Chancen auf einen Landes- oder sogar Bundessieg beim KfW Award Gründen.

Handwerker haben gute Chancen auf einen Landes- oder sogar Bundessieg beim KfW Award Gründen. (Foto: © Sergey Nivens/123RF.com)

KfW Award für Gründer und Nachfolger

Gründer im Handwerk aufgepasst: Die Bewerbungsrunde für den KfW Award Gründen 2020 ist gestartet. Bewerben können sich Neugründer und Nachfolger. Der erfolgreiche Umgang mit der Corona-Krise fließt in die Bewertung der Jury ein.

Patrizia Thomas hat im Juli 2017 die Fleischerei Simon in Brandis (Sachsen) übernommen. Thomas hatte bereits ihre Ausbildung zur Fleischereifachverkäuferin im Unternehmen absolviert und 14 Jahre in dem Traditionsunternehmen gearbeitet. Da es keine familieninterne Nachfolge gab, entschied sie sich für die Meisterausbildung, die sie als einzige Frau in der Klasse absolvierte.

Patrizia Thomas will den traditionellen Beruf im Fleischerhandwerk am Leben erhalten und ihn mit Verantwortungsbewusstsein, aber auch Vielseitigkeit und Zukunftsvisionen füllen. Bereits jetzt hofft sie, dass viele weitere Generationen folgen werden. Dazu möchte sie den Nachwuchs für den Beruf und ihren Betrieb begeistern.

Für ihr Engagement holte sich Patrizia Thomas 2019 den Landessieg für Sachsen beim KfW Award Gründen 2019. 

Bewerbungsphase läuft bis 21. September

Jetzt ist die Bewerbungsphase für den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten KfW Award Gründen 2020 gestartet. Bewerben können sich junge Unternehmen sowie Start-ups aller Branchen ab Gründungsjahr 2015 mit Sitz in Deutschland. Teilnehmen können auch Existenzgründer, die eine Firma im Zuge der Nachfolge übernommen haben. Der Wettbewerb 2020 soll als "Mutmacher" fungieren und die enormen Leistungen junger Unternehmen in Zeiten von Corona besonders anerkennen.

Bundes- und Landessieger werden gesucht

Aus jedem Bundesland wird wieder jeweils ein Unternehmen prämiert, das ab dem Jahr 2015 gegründet oder übernommen wurde. Das Preisgeld für die Landessieger beträgt jeweils 1.000 Euro.

Sie konkurrieren um den Bundessieg, der mit zusätzlich 9.000 Euro Preisgeld dotiert ist. Zusätzlich hat die Jury die Möglichkeit, einen Sonderpreis in Höhe von 5.000 Euro zu vergeben.

Zu den Preisgeldern kommen Presse- und Fernsehberichte. 

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise bewertet die Jury nicht nur Geschäftsideen nach ihrem Innovationsgrad sowie ihrer Kreativität und prüft zudem, ob soziale Verantwortung übernommen wird. Auch der erfolgreiche Umgang mit den Herausforderungen der Corona-Krise fließt in die Bewertung ein. Maßgeblich ist auch, wie umweltbewusst die Umsetzung der Idee erfolgt ist und ob Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen wurden oder erhalten werden. 

Einsendeschluss für die Bewerbung ist Montag, der 21. September 2020. Ausgewählt werden die Sieger von einer Jury, die mit Vertreterinnen und Vertretern aus der KfW Bankengruppe, aus Politik und Wirtschaft besetzt ist. Die Preisträger werden ab dem 25. November 2020 bekannt gegeben. 

Text: / handwerksblatt.de

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