Die Malerwerkstätte Leisenheimer hat 2021 den ersten Platz in der Kategorie bis 250 Mitarbeiter belegt. (Foto: © Leisenheimer Die Malerwerkstätte)

Pflege und Beruf vereinen: Preis für vorbildliche Arbeitgeber

Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Handwerk pflegen Angehörige. Arbeitgeber, die sie dabei unterstützen, können sich bis zum 30. November 2022 für den Otto Heinemann Preis zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf bewerben.

Der Otto Heinemann Preis würdigt Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die ihren Beschäftigten besonders pflegefreundliche Arbeitsbedingungen bieten. Das Unternehmen von Holger und Iris Leisenheimer beispielsweise unterstützt seine 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wo es nur geht, wenn sie Angehörige pflegen: mit Beurlaubungen oder Freistellungen, Weiterbildungsangeboten für Beschäftigte in Pflegezeit und individuellen Teilzeitmodelle. 2021 hat das Unternehmen "Leisenheimer Die Malerwerkstätte" den ersten Platz beim Otto Heinemann Preis in der Kategorie bis 250 Mitarbeiter belegt.

Seit 1. Juni und bis 30. November können sich wieder Betriebe und Unternehmen aller Größenklassen und auch Institutionen wie Handwerkskammern oder Kreishandwerkerschaften um die Auszeichnung bewerben. Es gibt jeweils drei Preise in drei Kategorien. Der Otto Heinemann Preis wird von der spectrumK GmbH in Kooperation mit dem BKK Dachverband und dem IKK e.V. ausgelobt. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat die Schirmherrschaft übernommen.

Der Wettbewerb will Lösungen vorstellen und zum Nachahmen ermutigen

"Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist bereits sehr präsent", sagt Jochen Walker, Geschäftsführer der spectrumK GmbH und Ausrichter der Berliner Pflegekonferenz. Dass dazu aber auch die Pflege von Angehörigen gehört, sei nur den wenigsten bewusst. Geschätzt sind bereits 1,6 bis 1,9 Millionen der pflegenden Angehörigen parallel berufstätig, müssen also die Pflegeaufgaben mit ihrer Arbeit vereinbaren. 

"Pflege ist ein sehr komplexes und sensibles Thema, sowohl für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen als auch für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ist die Situation eine Herausforderung," sagt . Der Wettbewerb will daher praktikable Lösungen sichtbar machen und zum Nachahmen ermutigen.  

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Text: / handwerksblatt.de

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