Schnupfen oder grippaler Infekt? Patienten erhalten derzeit für maximal sieben Tage eine Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit per Telefon.

Schnupfen oder grippaler Infekt? Patienten erhalten derzeit für maximal sieben Tage eine Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit per Telefon. (Foto: © Piotr Marcinski/123RF.com)

Krankschreibung per Telefon

Wer Symptome einer Erkältung oder eines grippalen Infektes zeigt, kann sich ab sofort telefonisch von seinem Arzt krankschreiben lassen.

Wer an einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege leidet, kann sich ab sofort nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt krankschreiben lassen. Darauf weist die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hin.

Die Patienten erhalten für maximal sieben Tage eine Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit (AU). Sie müssen dafür nicht die Arztpraxen aufsuchen. Die AU wird dem Patienten dann per Post zugestellt. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband am 9. März in Berlin verständigt.

Nur bei leichten Erkrankungen

Die Ausnahmeregel gilt aber nur für Erkältungen oder grippale Infekte. Wer schwerere Symptome zeigt, muss zum Arzt, vor allem Menschen, die Anzeichen für eine Infektion mit Covid-19 (Corona-Virus) zeigen.

Hier finden Sie die Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Covid-19.

Auch wer in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer Person hatte, bei der das neue Coronavirus nachgewiesen wurde, oder sich in einem Gebiet mit Covid-19-Fällen aufgehalten hat, erhält keine telefonische Krankschreibung. Diese Personen – auch Kinder – sollten weiterhin durch die vorgesehenen Stellen getestet werden, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Die Sonderregelung zur AU-Bescheinigung gilt zunächst für vier Wochen. Sie kann verlängert werden, falls die Ausnahmesituation fortbesteht. 

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Text: / handwerksblatt.de

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