Schnupfen oder grippaler Infekt? Patienten erhalten derzeit eine Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit per Telefon.

Schnupfen oder grippaler Infekt? Patienten erhalten derzeit eine Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit per Telefon. (Foto: © Piotr Marcinski/123RF.com)

Krankschreibung per Telefon noch bis zum 31. Mai

Wer Symptome einer Erkältung oder eines grippalen Infektes zeigt, kann sich telefonisch von seinem Arzt krankschreiben lassen. Die Regelung wurde letztmalig bis zum 31. Mai verlängert.

Wer an einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege leidet, kann sich seit Mitte März nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt krankschreiben lassen. Diese Regelung wurde am 20. April zunächst beendet, nun zum letzen Mal bis zum 31. Mai 2020 verlängert. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 14. Mai beschlossen.

Patienten müssen derzeit ihren Arzt nicht persönlich aufsuchen, wenn sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) brauchen. Sie erhalten für maximal eine Woche eine AU, die ihnen dann per Post zugestellt wird. Sie kann bei fortdauernder Erkrankung einmal verlängert werden.

Ab dem 1. Juni müssen sich Patienten dann wieder – wie vor der Corona-Pandemie – für eine AU vom Arzt persönlich untersuchen lassen.

Nur bei leichten Erkrankungen

Die Ausnahmeregel gilt nur für Erkältungen oder grippale Infekte. Hier finden Sie die Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Covid-19.

Wer in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer Person hatte, bei der das neue Coronavirus nachgewiesen wurde, oder sich in einem Gebiet mit Covid-19-Fällen aufgehalten hatte, erhält keine telefonische Krankschreibung. Diese Personen sollen bei typischen COVID-19-Symptomen und bei unklaren Symptomen von Infektionen der oberen Atemwege vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen.

 Hier finden Sie unser Themen-Special zur Corona-Krise

 

Text: / handwerksblatt.de

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