On the road - die Profi-Tour-de-Ruhr führt uns zur Zeche Carl

On the road - die Profi-Tour-de-Ruhr führt uns zur Zeche Carl (Foto: © Lukas Grabowsky)

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Fiat Ducato: Auf dem Asphalt

Mobilität - Nutzfahrzeuge

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Der Ballungsraum Rhein-Ruhr hat eines der dichtesten Straßennetze Europas, von kleinen Gässchen bis hin zu den Autobahnen. Ein ideales Terrain also, um in unserem neuen Fiat Ducato auf unserer Profi-Tour-de-Ruhr die Assistenzsysteme zu testen.

Ladung verstaut, auf geht es in das Straßennetz. Nordrhein-Westfalen hat rund 30.000 Kilometer Straßen und wir müssen auf eine Tour über Autobahn, Bundesstraßen und kommunale Straßen. Nach den letzten Metern auf dem Privatgelände des Flughafen Düsseldorfs geht es zunächst durch baustellenbewehrte Straßen. Einen Kilometer weiter haben wir freie Bahn auf der dreispurigen Autobahn. Wir könnten aufs Gaspedal drücken und dank freier Fahrt die Höchstgeschwindigkeit fahren. Je nach Motor schafft der Ducato bis zu 171 km/h, knapp 150 km/h sind beim kleinsten Motor mit 115 PS drin. Doch wir überlassen bei Tempo 100 der Technik das Geschwindigkeitszepter.

On the road

Die Straße im Blick im neuen Fiat Ducato Foto: © Lukas GrabowskyDie Straße im Blick im neuen Fiat Ducato Foto: © Lukas GrabowskyCruise Control und Speed Limiter sind nur zwei der vielen Assistenzsysteme, die der Ducato an Bord hat. Neben dem Tempomaten bietet sich gerade auf der Autobahn noch der Spurhalteassistent an. Er warnt zuverlässig, wenn der Ducato seine Spur verlässt. Auf den Abblendassistenten kann ich mitten am Tag gut verzichten. Bei Abendfahrten erspart er mir aber das Auf- und Abblenden mit dem Fernlicht, wenn mir Gegenverkehr entgegenkommt. Einer der wichtigsten Helfer verbirgt hinter der Adaptiven Lastkontrolle. Das ist Teil des Elektronischen Stabilitätsprogramms ESC, was während der Fahrt die Ladebedingungen überwacht, in erster Linie Gesamtmasse und Schwerpunktposition. Diese Werte übermittelt das System regelmäßig an die Elektronik-Assistenten ABS, ASR und ESC. Im Gefahrenfall greifen sie optimal ein.  

Assistenten für mehr Sicherheit

Das Ruhrgebiet - unendliche Straßen Foto: © Lukas GrabowskyDas Ruhrgebiet - unendliche Straßen Foto: © Lukas Grabowsky

Doch deren Funktion will ich nicht auf der Autobahn austesten, ebenso wenig wie Überschlagsvermeidung, ebenfalls ein Feature des ESC. Doch den Gedankengang unterbricht das Navi mit dem Hinweis, hier abzufahren. Wir nähern uns dem ersten Ziel, der Zeche Carl in Essen. Auf den Straßen der Ruhrpottmetropole lasse ich Tempomat und Spurhalteassistent weiter werkeln und prüfe, wie sicher die Verkehrszeichenerkennung ist. Sie erweist sich als grundsolide, aber auch hier gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. Denn nicht immer erkennen sie 100prozentig alle Zeichen, was übrigens selbst für die Systeme in den Luxus-Pkw jenseits sechsstelliger Anschaffungspreise gilt.

Sicher eingeparkt

Die Route passt Foto: © Lukas GrabowskyDie Route passt Foto: © Lukas Grabowsky

Beim Rückwärtseinparken meldet sich einer meiner Lieblingsassistenten automatisch – die Rückfahrkamera. Mit dem Einlegen der Stufe R der famosen 9-Gang-Automatik von ZF kommt das Bild auf den Monitor und zeigt mir genau an, was hinter dem Wagen los ist. Die Gefahr von früher, beim Einparken nur über die Seitenspiegel mal einen Poller oder einen Zaun zu touchieren, ist gebannt.

Kultur statt Zeche

Die Zeche Carl...der Eingang zum Casino Foto: © Frank Vinken/Zeche CarlDie Zeche Carl...der Eingang zum Casino Foto: © Frank Vinken/Zeche Carl

Der Name Zeche Carl scheint irreführend, denn einen Förderturm sucht man hier vergeblich. Stattdessen gibt es einen Malakowturm, wie die bis 1870 gebauten, ziegelummauerten Fördertürme hießen. Denn auch hier wurde einst Kohle gefördert, von 1855 bis 1929. Danach dienten die Gebäude für die Versorgung der umliegenden Schächte, aber auch nur bis 1949, bis die Ruhrkohle das Gelände zum Ausbildungszentrum für Bergleute umfunktionierte. In den 70er Jahren lag das Gelände brach, ehe sich die Anwohner erbarmten und die Zeche Carl zu dem machten, was sie heute ist: ein Kulturzentrum mit vielen Veranstaltungen.

Events für jeden Geschmack

Auf in die nächste Etappe der Profi-Tour-de-Ruhr. Foto: © Lukas GrabowskyAuf in die nächste Etappe der Profi-Tour-de-Ruhr. Foto: © Lukas Grabowsky

Das erklärt natürlich auch, warum man doch mit seinem Transporter dicht an die Ziegelbauten ranfahren muss. Hier treten Bands und Kabarettisten auf, geben sich Theatervorstellungen die Ehre, Unternehmen buchen die Zeche Carl als Veranstaltungslocation und in geschlossenen Gruppen gibt Workshops von persischen Tänzen bis Selbstverteidigung. Die Besucher wollen versorgt sein – und so geben sich regelmäßig, Caterer, Getränkelieferanten und natürlich Handwerker oft die Klinke in die Hand. Damit das nächste Event auch optimal abläuft. Doch den erleben wir nicht mehr, sondern fahren wieder zurück Richtung Autobahn. Diesmal steuern wir Duisburg an – und an Ruhrpott-Charme dürfte die nächste Location kaum zu überbieten sein. Denn unsere Profi-Tour-de-Ruhr führt uns zum dortigen Landschaftspark

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Oder direkt zu den einzelnen Stationen der Tour:

Text: / handwerksblatt.de

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