Die Betriebe aus den Ausbaugewerken bilden die größte Gruppe: 227 000 Unternehmen mit mehr als 1,4 Millionen Beschäftigten rund 148,1 Milliarden Euro Umsatz. (Foto: © Andreas Buck / andreas-buck.de)

Handwerkszählung: 551,5 Milliarden Umsatz

Die Ergebnisse der aktuellen Handwerkszählung liegen vor. 2016 waren in Deutschland in rund 554.000 Handwerksunternehmen rund 5,1 Millionen Personen tätig.

Die 554.000 Unternehmen im zulassungspflichtigen und zulassungsfreien Handwerk beschäftigten im Jahr 2016 insgesamt 5,1 Millionen Mitarbeiter. Im Schnitt neun Mitarbeiter pro Unternehmen. Darunter waren 3,8 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und rund 722.000 geringfügig entlohnte Beschäftigte, meldet das Statistische Bundesamt Destatis. Die Unternehmen erwirtschafteten zusammen 551,5 Milliarden Euro Umsatz.

Größte Gruppe ist das Ausbaugewerbe

Die größte der sieben Gewerbegruppen im Handwerk bildeten die Unternehmen des Ausbauhandwerks. Dazu zählen unter anderem SHK-Unternehmen, Tischler, Maler und Lackierer sowie Elektrotechnikner. Die 227.000 Unternehmen mit ihren 1,4 Millionen Mitarbeitern erwirtschafteten 2016 rund 148,1 Milliarden Euro Umsatz.

Personell am kleinsten ausgestattet sind die Betriebe für den privaten Bedarf (Friseure, Textilreiniger, Steinmetze etc.) mit durchschnittlich vier Mitarbeitern. Sie bildeten aber mit 84.000 Betrieben die zweitgrößte Gewerbegruppe gemessen an der Zahl der Unternehmen. Der Umsatz der Handwerke für den privaten Bedarf war mit 17 Milliarden Euro vergleichsweise niedrig. Zahlenmäßig liegen sie aber noch vor dem Bauhauptgewerbe, das 2016 rund 72.000 Unternehmen umfasste (Umsatz 95,3 Milliarden Euro).

Die kleinste Gewerbegruppe war das Gesundheitsgewerbe (Zahntechniker, Augenoptiker etc.). Hier waren rund 199.000 Personen in mehr als 20.000 Unternehmen tätig. Diese erzielten knapp 16 Milliarden Euro Umsatz.  

Die Ergebnisse der Handwerkszählung wurden durch Auswertung von bereits bei der Verwaltung vorliegenden Daten aus dem Statistischen Unternehmensregister ermittelt, also ohne zusätzliche Befragungen bei Unternehmen. Somit seien vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen von statistischen Erhebungen entlastet worden, schreibt das Statistische Bundeamt.

Text: / handwerksblatt.de

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