Die Tischler haben derzeit gut Lachen: Sie konnten ihren Rekordumsatz von 2017 im vergangen Jahr noch einmal steigern. (Foto: © goodluz /123RF.com)

Tischlerhandwerk: Rekordergebnis übertroffen!

Im Jahr 2017 erwirtschaftete das NRW-Tischlerhandwerk einen Rekordumsatz. Der hatte nicht lange Bestand, denn im vergangenen Jahr waren die Einnahmen nochmals höher.

Das nordrhein-westfälische Tischlerhandwerk hat im Jahr 2018 den Rekordumsatz des vorangegangenen Jahres übertroffen. Nach den Berechnungen des Statistischen Landesamts erzielten die rund 7.200 in die Handwerksrolle eingeschriebenen Unternehmen ein Umsatzplus von rund 3,3 Prozent. Die Betriebe erwirtschafteten mit ihren Produkten und Dienstleistungen rund 6,68 Milliarden Euro – über 200 Millionen Euro mehr als 2017.

Allgemeine Stimmungslage sehr positiv

Auch die Ergebnisse der aktuellen Umfrage des Fachverbandes Tischler NRW zeigen, dass Konjunkturmotor im Tischlerhandwerk weiter auf Hochtouren läuft. Darin beurteilen sechs von zehn der befragten Tischlerbetriebe (62 Prozent) die derzeitige Geschäftslage als gut, weitere 32,8 Prozent als befriedigend. Nur jeder zwanzigste Inhaber ist unzufrieden. Die insgesamt sehr positive Beurteilung der allgemeinen Stimmungslage im Tischlerhandwerk kommt auch beim Geschäftsklimaindex der Branche zum Ausdruck. Dieser liegt mit 133,9 Punkten wieder auf dem hohen Niveau des Vorjahres (134,7).

Auftragsreichweite von mehr als sieben Wochen

Die weiterhin gute Auftragslage ist laut Fachverband ein Hauptgrund für die gute Stimmung in der Branche. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (56,4 Prozent) haben das hohe Niveau seit Herbst 2018 halten können, weitere 24,2 Prozent konnten es sogar noch steigern. Das führt zu einer komfortablen Auftragsreichweite von durchschnittlich 7,8 Wochen. Zwar tragen dazu vor allem die großen Tischlereien mit mehr als 20 Beschäftigten bei (10,5 Wochen). Aber selbst die Klein- und Kleinstbetriebe kommen im Durchschnitt fast an den Wert von sieben Wochen heran.

Beschäftigtenzahl so hoch wie nie

Die gute Auftragslage und gestiegenen Umsätze in 2018 schlagen sich in der Beschäftigtenzahl nieder. Mit rund 1,5 Prozent fiel der Mitarbeiterzuwachs so hoch aus wie seit 2007 nicht mehr. Zum Ende des letzten Jahres waren etwa 49.700 Beschäftigte im NRW-Tischlerhandwerk tätig. Allerdings stagniert der Personalaufschwung seit einigen Monaten. Drei Viertel aller Betriebe (74,9 Prozent) geben an, in den letzten Monaten keine weiteren Anpassungen vorgenommen zu haben. Nach Angaben der großen Mehrheit der Inhaber (81,1 Prozent) soll sich an der bestehenden Personalsituation auch wenig ändern.

Text: / handwerksblatt.de

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