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Auch Kranwagen kann man mieten (Foto: © Edwin Verin/123rf.com)

Werkzeuge richtig mieten

Handwerker können viele Werkzeuge und Maschinen, sogar Hydraulikbagger oder Sattelschlepper mieten. Aber nicht nur die Kosten der Angebote unterscheiden sich. Lesen Sie hier, was man wissen muss.

Wer Werkzeuge mietet, sollte die Angebote genau anschauen, denn sie werden meist nicht mit dem tatsächlichen Endpreis beworben. Zubehör und auch benötigte Schutzkleidung werden häufig extra berechnet. Darauf weist die Arag-Rechtsschutzversicherung hin. Wenn der Bau sich verzögert und man die bestellten Werkzeuge doch erst später benötigt, fallen zum Teil hohe Stornokosten an. Das gilt auch, wenn das Wetter nicht mitspielt – den meisten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ist das "Warum?“ bei den anfallenden Stornogebühren egal.

Bei verspäteter Rückgabe drohen meist genauso hohe Aufschläge, nicht selten sogar verbunden mit Schadensersatzforderungen für den Nutzungsausfall. Ein genauer Blick ins Kleingedruckte schützt vor solch unliebsamen Überraschungen. Es gibt nämlich auch Verträge, bei denen nur die tatsächliche Nutzungszeit bezahlt werden muss, auch wenn man das Leihgerät für einen längeren Zeitraum reserviert hat. Ein solcher Vertrag ist immer dann die beste Wahl, wenn man nicht genau weiß, wie lange man für eine bestimmte Arbeit brauchen wird.

Meistens fällt eine Kaution an

In der Regel muss eine Kaution für das Werkzeug oder die Maschine hinterlegt werden. Die Summen variieren stark. Schon beim Verleih sollte man den Zustand der Werkzeuge und Maschinen sorgfältig überprüfen und alle erkennbaren Mängel, auch Schönheitsfehler wie Lackschäden, Kratzer und Beulen dokumentieren lassen. So können sie dafür später nicht zur Verantwortung gezogen werden. Anderenfalls kann der Verleiher die Kaution einbehalten.

Wenn Werkzeuge und Maschinen streiken

Wenn das ausgeliehene Werkzeug während der Arbeit plötzlich streikt oder gar völlig den Geist aufgibt, ist meist guter Rat teuer. Die Arag-Experten raten in diesem Fall, sofort den Verleiher zu informieren – auf keinen Fall erst bei der Rückgabe den Gerätes. Wichtig ist es auch, einen Zeugen zu benennen, der versichern kann, dass der Schaden am Leihgut nicht auf unsachgemäßer Bedienung oder Fahrlässigkeit beruht. Für vom Kunden beschädigte Geräte kann der Verleiher nämlich ebenfalls Schadensersatz verlangen.

Da der Verleiher die Übergabe eines mangelfreien Gerätes in aller Regel gut protokolliert hat, liegt die Beweislast oft beim Kunden. Wenn es dann keinen Zeugen gibt, hilft unter Umständen nur eine Haftpflichtversicherung. Klauseln in den AGB, die per se die Beweislast bei beschädigten Geräten auf den Kunden abwälzen, können unter Umständen allerdings nichtig sein, so die Arag-Rechtsanwälte.

Foto: © Edwin Verin/123rf.com

Text: / handwerksblatt.de

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