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Wenn aus der Arbeit eine Sucht wird

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Nach der Arbeit noch schnell eine E-Mail schreiben oder ein Kundengespräch auf den Feierabend verlegen: Die Digitalisierung bietet flexible Arbeitsbedingungen, welche für viele Arbeitnehmer attraktiv sind und die Tätigkeiten mobiler gestalten. Doch durch die ständige Erreichbarkeit verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit.

Foto: © topform8/123RF.com

In der heutigen Leistungsgesellschaft sind hochgradig engagierte Mitarbeiter sehr gefragt, denn nur mit Ehrgeiz und Engagement baut ein Betrieb ein starkes Kundennetz auf und produziert qualitative Leistungen. Dauerhaft zu viel Arbeit kann jedoch krank machen. Schätzungen zufolge sind 200.000 bis 300.000 Menschen in Deutschland von einer Arbeitssucht betroffen. Wann aus passionierter Arbeit eine Sucht wird und wie man dem "Workaholismus" vorbeugen kann, erklärt IKK-Suchtberaterin Irmtraud Feld.

Wenn der Spaß aufhört

Wer extrem viel arbeitet wird umgangssprachlich häufig als "arbeitssüchtig" oder als "Workaholic" bezeichnet. "Fachleute sprechen von einer Sucht jedoch erst, wenn sich außer dem exzessiven Arbeiten auch typische Anzeichen einer Abhängigkeit zeigen", erklärt Irmtraud Feld. "Bei der Arbeitssucht ist dies vor allem der Verlust der Kontrolle über die Zeit und Energie, die für die Arbeit eingesetzt wird. Betroffene fühlen sich innerlich zum Arbeiten getrieben und versuchen so, ihre Unruhe und Anspannung zu vertreiben."

Während die meisten Berufstätigen bei erledigten Aufgaben und Erfolgen auch einmal Spaß bei der Arbeit empfinden und positives Feedback oder eine Beförderung ein Kickgefühl verleihen, können Arbeitssüchtige meist kein positives Gefühl mehr aus ihrer Tätigkeit ziehen. Sie leben in ständiger Überforderung und haben den Eindruck, in einem Hamsterrad gefangen zu sein. Sie machen immer mehr Überstunden und vernachlässigen dabei Freunde, Familie und Hobbys. Der Dauerstress erschöpft sie, und so kommt es zu Fehlern und schließlich zu Krankheitstagen. "Die Produktivität der Betroffenen ist geringer, als aufgrund der Arbeitszeit zu erwarten wäre", erläutert Irmtraud Feld.

Auf die Balance kommt es an

Wenn aus der Arbeit eine Sucht wirdEine gute Nachricht hat Irmtraud Feld an alle, die in ihrer Tätigkeit auch eine Berufung sehen und gern die ein oder andere Stunde länger in den Job investieren, weil es ihnen Spaß macht: "Wer auf genügend Erholungsphasen achtet und ausreichend Zeit einplant, um sich Familie, Freunden und Freizeitaktivitäten zu widmen, kann einer Arbeitssucht vorbeugen. Ob Sport, Gartenarbeit oder Freunde treffen – man sollte sich selbst fragen: Was sind die Dinge, bei denen ich am besten auftanken kann?"

Maßnahmen für gesundes Arbeiten

Obwohl die Ursache für eine bestehende Arbeitssucht nicht in einem Unternehmen liegen muss, können betriebliche Maßnahmen dabei helfen, einer Arbeitssucht vorzubeugen oder das Problem frühzeitig zu entdecken und Lösungen zu entwickeln.

Um Überforderung zu vermeiden, ist es wichtig, auf passende Arbeitsanforderungen zu achten. Eine offene Fehlerkultur kann diejenigen Mitarbeiter entlasten, die große Angst vor Fehltritten im Berufsalltag haben. "Eine wertschätzende Haltung als Teil der Unternehmenskultur erhöht die Arbeitszufriedenheit immens und baut Druck ab", so die IKK-Suchtberaterin.

Wenn bereits eine Arbeitssucht vorliegt, sind für Personalverantwortliche hohe Fluktuation oder der Anstieg krankheitsbedingter Fehlzeiten in einem Team mögliche Warnzeichen. Hier gilt es, aufmerksam hinzusehen und dies sensibel zu hinterfragen. Führungskräfte sollten zudem frühzeitig das Gespräch suchen, wenn ein Mitarbeiter sehr viele Überstunden macht.

Arbeitgeber, die Unterstützung benötigen, sollten nicht zögern, auf externe Kompetenz zurückzugreifen. Die IKK-Gesundheitsberater sind Experten für betriebliches Gesundheitsmanagement. Sie unterstützen z. B. durch Analysen und Coachings und stehen besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite. Unter www.bgm.ikk-suedwest.de finden Interessierte passgenaue Unterstützung.

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