Ehren- und Hauptamt bei der Unterzeichnung des Fusionsvertrags (v. l.): Präsident Detlef Bade und Hauptgeschäftsführer Matthias Steffen von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade sowie Hauptgeschäftsführerin Ina-Maria Heidmann und Präsident Delfino Roman von der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen (Foto: © HWK BLS )

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Handwerkskammern in Niedersachsen bereiten Fusion vor

Ab nächstem Jahr wird es wohl nur noch 52 Handwerkwerkskammern in Deutschland geben. Durch einen Zusammenschluss im Norden würde die viertgrößte HWK entstehen. Sie soll am 1. Januar 2027 ihre Arbeit aufnehmen.

Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade (HWK BLS) und Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen wollen sich zusammenschließen. Die beiden Vollversammlungen haben dazu bereits am 16. April 2026 grünes Licht gegeben. "Ziel der Fusion ist es, die handwerkliche Selbstverwaltung zukunftsfest aufzustellen, Synergien zu nutzen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kammerorganisation langfristig zu stärken. Die Aufgaben der Kammern, insbesondere in den Bereichen berufliche Bildung, Prüfungswesen, Beratung und Interessenvertretung, sollen auch künftig leistungsfähig und flächendeckend wahrgenommen werden", erklärt das niedersächsische Wirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung. 

Denn die endgültige Entscheidung über den Zusammenschluss trifft die Politik. Den Entwurf einer Verordnung zur Errichtung der Handwerkskammer Braunschweig-Hildesheim-Lüneburg-Stade hat die Landesregierung in Hannover Ende September zur Verbandsbeteiligung freigegeben. Sollte alles planmäßig verlaufen, könnte die neue Kammer am 1. Januar 2027 ihre Arbeit aufnehmen. Das Präsidium und die Hauptgeschäftsführung der fusionierten HWK Braunschweig-Hildesheim-Lüneburg-Stade werden erst im Laufe des kommenden Jahres gewählt. Ein Termin für die konstituierende Vollversammlung steht nach Informationen der HWK BLS derzeit aber noch nicht fest.    

Viertgrößte HWK in Deutschland

Das Gebiet der künftigen Handwerkskammer Braunschweig-Hildesheim-Lüneburg-Stade umfasst eine Fläche von rund 25.000 Quadratkilometern. Dort sind 36.436 Betriebe (Anlage A bis B2) aktiv – 29.265 auf Seiten der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, 7.171 auf Seiten der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen. Sie beschäftigen insgesamt circa 215.000 Mitarbeiter, darunter 17.000 Auszubildende. Durch den Zusammenschluss würde eine der "bundesweit größten Handwerkskammern" entstehen, so die HWK BLS. 

Laut einer Übersicht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (Stichtag: 31. Dezember 2025) läge die fusionierte Kammer gemessen an der Zahl der Betriebe deutschlandweit auf dem vierten Platz – hinter der HWK für München und Oberbayern (81.372), HWK Düsseldorf (60.879) und HWK Niederbayern-Oberpfalz (42.965), aber noch vor der HWK zu Köln (33.596), der HWK Frankfurt-Rhein-Main (33.458) und der HWK der Region Stuttgart (33.256). 

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Die letzte Fusion von Handwerkskammern liegt schon einige Zeit zurück. Daran war auch einer der aktuellen Akteure beteiligt. "2009 fusionierten die Handwerkskammern Braunschweig und Lüneburg-Stade zur Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade", erklärt der ZDH auf Anfrage unserer Redaktion. "Zuvor hatten sich 2004 die Handwerkskammer für Oberfranken und die Handwerkskammer Coburg zusammengeschlossen."

Quelle: Staatskanzlei Niedersachsen/Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade/ZDH/eigene Recherche

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Text: / handwerksblatt.de

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