Teilnehmer des Erfahrungsaustauschs des Brandenburgischen Handwerkskammertages mit Landesinnungsverbänden und Landesinnungen.

Teilnehmer des Erfahrungsaustauschs des Brandenburgischen Handwerkskammertages mit Landesinnungsverbänden und Landesinnungen. (Foto: © Karsten Hintzmann)

Vorlesen:

Brandenburg: Kammern und Verbände wollen enger zusammenarbeiten

Erstmals seit rund 20 Jahren kamen auf Einladung des Brandenburgischen Handwerkskammertages die drei Handwerkskammern sowie Landesinnungsverbände und Landesinnungen zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch zusammen.

Vertreter aus mehr als 20 Gewerken nahmen an dem Treffen in Potsdam teil. Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der gastgebenden Handwerkskammer Potsdam, sagte bei seiner Begrüßung: "Die Wiederbelebung dieses Erfahrungsaustausches ist wichtig für die Vertiefung unserer Zusammenarbeit. Denn die Interessen des Handwerks können wir nur dann erfolgreich gegenüber Politik und Gesellschaft artikulieren, wenn wir es gemeinsam tun."

Nach einer Darstellung der Struktur und Tätigkeitsgebiete durch die Hauptgeschäftsführer der drei HWK Ralph Bührig, Sylke Radke (Cottbus) und Frank Ecker (Frankfurt/Oder) stellten die Innungsvertreter die wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen ihrer Gewerke vor.

Das könnte Sie auch interessieren:

Fachkräftesicherung im Handwerk: Herausforderungen und Lösungen

Nahezu alle Innungsvertreter kamen auf das Problem der Fachkräftesicherung und Azubigewinnung zu sprechen. René Nowotny vom Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks merkte an, dass viele Azubis oft eine zu geringe schulische Vorbildung für eine erfolgreiche Ausbildung mitbringen. In diese Kerbe schlug auch Detlef Pohl vom Landesinnungsverband Metall Berlin-Brandenburg: "Wir wünschen uns deutlich mehr Azubis, aber die Schulabgänger bringen oft zu schlechte Voraussetzungen mit."

Diskutiert wurde auch die Mitgliederentwicklung in den Innungen. Für Innungen und Verbände stellt sich die Frage, wie sie Betriebe vom zusätzlichen Nutzen einer freiwilligen Mitgliedschaft überzeugen können. Weitere Themen waren Unternehmensnachfolgen und mögliche Innungsfusionen. Zum Abschluss waren sich die Vertreter der Handwerkskammern, Landesinnungsverbände und Landesinnungen einig, den Austausch zu handwerkspolitischen Themen künftig regelmäßig fortzusetzen. 

DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren!

Text: / handwerksblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren: