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Einkaufen wie Privatkunden - Interview mit Veronika Epp, Leitung Presse/Marketing, Zamro: Auf die Bedürfnisse der Kunden geschaut

Erst seit einem Jahr ist die Online-Plattform zamro.de in Deutschland am Start. Das Portal mit über einer halben Millionen Produkten hat bereits 60.000 Kunden versammelt und will weiter wachsen. Veronika Epp, Leitung Marketing und Presse von Zamro GmbH, sieht ihre Online-Handelsplattform auf gutem Expansionskurs.

DHB: Frau Epp, rund 5.500 Online-Händler zählte eine Studie Anfang 2017 nur für den reinen B2B-Handel. Ist da nicht ein wenig vermessen, mit einem Shop neu zu starten?

Foto: © ZamroVeronika Epp, Leitung Presse/Marketing bei Zamro (Foto: © Zamro)Epp: Überhaupt nicht, denn die Studie sagt ja auch, dass Angebot für Unternehmenskunden im Internet noch zu gering sei. Deshalb haben auch neue Plattformen gute Erfolgschancen, wenn die Seite gut gemacht ist und dem Kunden einen schnellen und unkomplizierten Einkauf ermöglicht. Außerdem unterscheidet sich unser Sortiment doch deutlich von anderen Online- Händlern.

DHB: Sie konkurrieren aber dennoch mit Marktplätzen wie Amazon Business…

Epp: …weshalb wir uns auch bewusst gegen einen Marktplatz und für eine Online- Handelsplattform entschieden haben. So konnten wir unser Online-Angebot direkt nach unseren Ideen und Vorgaben auf den Kunden zuschneiden. Das B2B-Geschäft im Internet hat ganz andere organisatorische, technische und juristische Rahmenbedingungen als eine Plattform für Endkunden.

DHB: Sie müssen einen ganz anderen Support, aber auch eine ganz andere Komplexität abbilden.

Epp: Richtig, das sieht man ja schon daran, dass wir auf unserer internationalen Seite 50.000 Hauptprodukte haben, aber davon wiederum eine halbe Million Varianten. Sie müssen das Know-how bereithalten, damit der gewerbliche Käufer auch tatsächlich das Produkt bekommt, was er braucht. Und das natürlich möglichst schnell und unkompliziert.

DHB: Trotzdem hat der gewerbliche Kunde nicht auf Sie gewartet. Er kauft ja immer noch gerne stationär und hat seine fest etablierten Händler.

Epp: Er muss dafür aber auch Zeit und Geld investieren. Wer zum Großhandel fährt, kann die Zeit nicht anders nutzen. Online-Plattformen wie wir nehmen dem Handwerker die gesamte Logistik ab. Und weil der Bestellvorgang über das Internet abläuft, hat er die notwendigen Daten auch schon elektronisch für die Weiterverarbeitung vorliegen. So kann er direkt die Daten in sein Warenwirtschaftssystem übernehmen, die elektronische Rechnung in seine Buchhaltung nehmen und die Daten für den Steuerberater ideal aufbereiten. Hinzu kommt noch, dass wir auch die Beratungskompetenz für die Produkte haben.

DHB: Das wird auch angenommen?

Epp: Der Erfolg gibt uns Recht. Seit wir im März 2017 gestartet sind, haben wir stets zugelegt und wachsen kontinuierlich weiter. Wir haben schließlich genau geschaut, was unsere gewerbliche Kundschaft braucht und unsere Plattform danach aufgebaut. Mit insgesamt 60.000 Kunden stehen wir generell sehr gut da und haben nach einem Jahr Deutschland hierzulande auch schon 20.000 Kunden. Wie gut wir gerüstet sind, beweist die Tatsache, dass wir bereits viele Kunden gewinnen konnten, die bereits mehrmals bei uns bestellt haben. Unsere Retention-Rate liegt zwischen 15 und 25 Prozent.

Text: / handwerksblatt.de

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