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IT-Sicherheitstag Wildau: Cybersicherheit für Unternehmen

Auf dem IT-Sicherheitstag in Wildau stand das Thema Cybersicherheit in mittelständischen Unternehmen im Fokus.

Der 15. IT-Sicherheitstag Berlin-Brandenburg wurde von den Handwerkskammern Potsdam und Frankfurt (Oder) sowie weiteren Partnern durchgeführt. "Wir sehen, dass Cyberangriffe, Datenverluste und Betriebsunterbrechungen inzwischen alle Unternehmensgrößen treffen können", warnte Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, zu Beginn des IT-Sicherheitstags vor mehr als 250 Teilnehmern.

"Unser Ziel muss es sein, den Mittelstand und das Handwerk als Ganzes resilienter und widerstandsfähiger zu machen." Denn sonst drohen dramatische Folgen, wie Manuel Bach, Referatsleiter Cybersicherheit für KMU im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), weiß: "Wenn nur 20 Prozent der kleineren Unternehmen nicht mehr arbeiten können, weil ihre IT ausgefallen ist, brechen unsere Lieferketten zusammen."

Wachsende Cybergefahr durch Künstliche Intelligenz

Durch die KI habe die Bedrohung noch einmal deutlich zugenommen. Denn mit Hilfe der KI lassen sich einfacher und schneller Schwachstellen in der IT eines Unternehmens finden. "Unsere Prognose ist, dass bis zum Jahresende viele Angriffe durchschlagen werden, eben weil es so einfach geworden ist", prophezeit der Security-Experte. Das BSI rät deshalb auch kleinen Unternehmen zu Sofortmaßnahmen: Zunächst muss ein Verantwortlicher für die IT-Sicherheit im Betrieb benannt werden. Um nach einem Cyberangriff möglichst schnell wieder handlungsfähig zu sein, müssen regelmäßig Backups der Systeme und Programme durchgeführt werden.

Es ist auch zu überprüfen, ob diese Backups funktionsfähig sind, damit sie für einen Neustart genutzt werden können. Schwachstellen, die als Einfallstor für Cyberkriminelle dienen, müssen durch regelmäßige Sicherheitsupdates der Betriebssysteme und der Anwendungssoftware beseitigt werden. Das gilt auch für Virenschutzprogramme. Die einzelnen Arbeitsplatzrechner sollten durch eine Firewall geschützt sein. Sichere Passwörter und der verantwortungsvolle Umgang damit sind unerlässlich. Die Mitarbeiter sollten zudem über die Gefahr durch Phishing-Mails und deren Anhänge aufgeklärt werden.

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Cybersicherheit: Schutz für Homeoffice & mobile Arbeit

Cybersicherheit ist heute auch nicht mehr auf die Betriebsstätte beschränkt. Home Office und mobiles Arbeiten beim Kunden erfordern, dass Laptops, Tablets und heimische Computer ebenfalls gegen Cyberattacken gesichert sind. Wenn der Betrieb eine Cyberversicherung abgeschlossen hat, sind diese Maßnahmen ohnehin Pflicht, um im Schadenfall eine Entschädigung zu erhalten.

Wenn der Ernstfall trotz aller Sicherheitsmaßnahmen eingetreten ist, gilt es, handlungsfähig zu bleiben, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Dazu gehört es, dass der IT-Verantwortliche jederzeit, auch im Urlaub oder am Wochenende, erreichbar ist. Ein Ort für ein erstes Krisentreffen sollte vorab festgelegt sein. Ebenso, wer über den Cyberangriff informiert werden muss.

Ansprechpartner für IT-Sicherheit HWK Potsdam
Jochen Krupsky,
T 033207 34203,
jochen.krupsky@hwkpotsdam.de

HWK Cottbus
Alexander Plettig,
T 0355 7835 127,
plettig@hwk-cottbus.de

HWK Frankfurt (Oder)
Jakub Plonski,
T 0335 5619 122,
jakub.plonski@hwk-ff.de

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Text: / handwerksblatt.de

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