Gerade das Bäckerhandwerk braucht sehr viel Strom.

Gerade das Bäckerhandwerk braucht sehr viel Strom. (Foto: © amh.de / Falk Heller)

Vorlesen:

Stromsteuer: Keine Entlastung für das Handwerk

Geringere Stromsteuern und weniger Bürokratie für das Handwerk forderten die Grünen im Parlament. Der Bundestagsausschuss hat den Antrag jetzt aber abgelehnt.

Stabile Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Handwerksbetriebe hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit einem Antrag im Bundestag gefordert. Vor allem ging es um eine Senkung der Stromsteuer und Bürokratieabbau. Der Ausschuss für Wirtschaft und Energie hat ihn am 14 Oktober 2026 aber abgelehnt. Die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD sowie die AfD-Fraktion votierten dagegen. Die Fraktion Die Linke enthielt sich.

Tragende Rolle des Handwerks betont

Bündnis 90/Die Grünen unterstreichen die Bedeutung kleiner und mittlerer Handwerksbetriebe für die deutsche Wirtschaft. Nach Ansicht der Partei sichern diese Unternehmen regionale Wertschöpfung und Innovation und stärken den sozialen Zusammenhalt, insbesondere in ländlichen Gebieten. Die Grünen betonen, dass das Handwerk eine tragende Rolle beim Klimaschutz und der Energiewende einnimmt. Sie fordern:

  • eine sofortige und dauerhafte Senkung der Stromsteuer für Betriebe und Haushalte auf das europäische Mindestmaß,

  • einen spürbaren Abbau der Bürokratie,

  • eine Anhebung der Ist-Versteuerungsgrenze für kleine und mittlere Handwerksbetriebe auf zwei Millionen Euro, um mehr Liquidität und Planungssicherheit zu bieten,

  • eine bundesweite Fachkräfteoffensive für klimarelevante Handwerksberufe und

  • eine konsequente Weiterentwicklung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes zur Sicherung des Personalbedarfs.

Bündnis 90/Die Grünen verweisen auf die Beschäftigung von 5,6 Millionen Menschen im Handwerk. Sie sehen die Zukunft des Handwerks gefährdet, wenn Unternehmen nicht weiterhin ausreichend qualifizierte Fachkräfte gewinnen können. Der Antrag betont die Notwendigkeit von Entlastungen bei Energiekosten, weniger Bürokratie und Planungssicherheit durch genügend qualifiziertes Personal.

Der Bundestag stimmt am 15. Oktober ohne Aussprache über den Antrag ab.

Das könnte Sie auch interessieren:

Quelle: Bundestag

Die Berater in den Handwerkskammern helfen Ihnen bei Fragen gerne weiter!

DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren

Text: / handwerksblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren: