Bei der Meisterfeier wurden die Besten der jeweiligen Gewerke besonders ausgezeichnet. Die Ehrungen nahmen HWK-Präsident Jürgen Kroos, die Vizepräsidenten Josef Trendelkamp und Bernhard Blanke sowie Hauptgeschäftsführer Thomas Banasiewicz vor.

Bei der Meisterfeier wurden die Besten der jeweiligen Gewerke besonders ausgezeichnet. Die Ehrungen nahmen HWK-Präsident Jürgen Kroos, die Vizepräsidenten Josef Trendelkamp und Bernhard Blanke sowie Hauptgeschäftsführer Thomas Banasiewicz vor. (Foto: © Andreas Buck)

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Handwerkskammer feiert 1.440 neue Meistertitel

Neun von zehn Jungmeistern blicken optimistisch in ihre berufliche Zukunft – am 11. Oktober fand die Freisprechung in der Halle Münsterland statt.

Mit Zuversicht, Ehrgeiz und klaren beruflichen Zielen starten die neuen Meister im Handwerk in ihre Zukunft. Das zeigt eine Umfrage der Handwerkskammer (HWK) Münster unter den Meistern, die in den vergangenen zwei Jahren vor ihren Prüfungsausschüssen die Meisterprüfung bestanden haben. 89 Prozent bewerten ihre persönlichen beruflichen Perspektiven im Handwerk als sehr gut oder eher gut. Am Sonntag (11. Oktober) ehrte die HWK bei ihrer Meisterfeier 1.440 neue Meister. Etwa 1.000 von ihnen feierten mit rund 2.400 Gästen in der Halle Münsterland.

HWK-Präsident Jürgen Kroos würdigte die Leistung der Absolventen: "Der Meisterbrief steht für weit mehr als fachliches Können. Unsere neuen Meister haben mit viel Disziplin und Durchhaltevermögen gezeigt, dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – für Qualität, für Mitarbeiter und für die nächste Generation im Handwerk." Auch die Ergebnisse der Umfrage zeigen, welche beruflichen Möglichkeiten der Meistertitel eröffnet. 70 Prozent der Befragten legten die Meisterprüfung ab, um sich fachlich weiterzuentwickeln. 59 Prozent wollten ihre beruflichen Aufstiegschancen und 56 Prozent ihre Einkommensmöglichkeiten verbessern. Für gut die Hälfte spielte die persönliche Weiterentwicklung eine Rolle.     

Neue Meister werden dringend gebraucht

Auch unternehmerische Verantwortung ist für viele eine Perspektive. Elf Prozent der Befragten sind bereits selbstständig, weitere 21 Prozent wollen diesen Schritt innerhalb der nächsten drei Jahre gehen. Ein Drittel kann sich eine Selbstständigkeit zu einem späteren Zeitpunkt vorstellen. "Unsere neuen Meister werden dringend gebraucht: als Fachkräfte und Ausbilder, als künftige Unternehmer und Betriebsnachfolger", sagte HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Banasiewicz. "Wer heute seinen Meister macht, investiert deshalb nicht nur in die eigene Zukunft, sondern auch in die Zukunft des Handwerks."

Viele neue Meister streben auch innerhalb eines Betriebes nach mehr Verantwortung. 54 Prozent der Befragten möchten künftig eine Führungsposition übernehmen, 50 Prozent mehr Verantwortung in ihrem derzeitigen Betrieb. 44 Prozent wollen sich als Ausbilder engagieren. Wie wichtig Leistungsbereitschaft, Veränderungsfähigkeit und Teamgeist für den Erfolg sind, zeigte auch der sportliche Schwerpunkt der Meisterfeier. Sonja Greinacher, Olympiasiegerin mit der deutschen 3x3-Basketballnationalmannschaft 2024 in Paris, sprach über Teamerfolg, Veränderung und die "Psychologie der Sieger". Unter dem Titel "Handwerk und Sport – ein erfolgreiches Doppel" tauschte sie sich anschließend mit Kroos, Uni-Baskets-Spieler und Tischler-Auszubildendem Adam Touray, Kawentsmann-Geschäftsführer Max Bayer-Eynck und dem stellvertretenden HWK-Hauptgeschäftsführer Dr. Karsten Felske aus. Im Mittelpunkt standen Gemeinsamkeiten von Sport und Handwerk: Können und Training, Ausdauer, Teamarbeit und die Bereitschaft, sich immer weiterzuentwickeln.

 

Banasiewicz verwies darauf, dass die Handwerkskammer die Meister auch nach ihrer Prüfung auf ihrem weiteren Berufsweg unterstützt – mit Fortbildungen und Beratung ebenso wie bei Existenzgründung und Betriebsübernahme. "Der Meisterbrief ist ein Meilenstein, aber das Lernen geht weiter. Wir begleiten unsere Meister dabei, ihre Chancen zu nutzen, Verantwortung zu übernehmen und das Handwerk aktiv mitzugestalten." Dass Weiterbildung auch nach der Meisterprüfung ein Thema bleibt, zeigt die Umfrage ebenfalls: Knapp die Hälfte der Befragten nennt mindestens eine weitere Qualifikation, die für sie infrage kommt. 20 Prozent interessieren sich für handwerklich-technische Fortbildungen, 16 Prozent für den Betriebswirt nach der Handwerksordnung.    

Moderiert wurde die Meisterfeier von Fernsehjournalistin Michaela Padberg, für die Musik sorgten Lisa Bund & Band. Zum Abschluss gab Kroos den neuen Meistern mit auf den Weg: "Ihr Meisterbrief zeigt, was Sie können – was Sie daraus machen, liegt jetzt in Ihren Händen." 179 der 1.440 Meistertitel seit Herbst 2024 wurden von Frauen erworben. Die Absolventen kommen aus 23 Gewerken. Die größten Gruppen bilden Installateur- und Heizungsbauer mit 162, Tischler mit 142, Kraftfahrzeugtechniker mit 123, Schornsteinfeger mit 112 und Elektrotechniker mit 110 Absolventen. Der jüngste neue Meister war bei seiner Prüfung 18 Jahre alt, der älteste 64 Jahre. Das Durchschnittsalter bei der Meisterprüfung lag bei 28 Jahren.

 

Hintergrund: Meisterfeier 2026 Statistik 820 Absolventen wohnen im Kammerbezirk Münster. Davon leben 195 im Kreis Borken, 150 im Kreis Steinfurt, 131 im Kreis Coesfeld, 121 im Kreis Recklinghausen und 73 im Kreis Warendorf. In Münster wohnen 111 Absolventen, in Gelsenkirchen 23 und in Bottrop 16. Weitere 620 wohnen außerhalb des Kammerbezirks, davon 370 in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens und 250 in anderen Bundesländern. Knapp jeder zehnte neue Meister wurde im Ausland geboren, 80 Absolventen sogar außerhalb Europas.
Ehrung Die Besten in ihrem jeweiligen Gewerk wurden besonders geehrt: Dachdeckermeisterin Hanna Kilper aus Rosdorf; Elektrotechnikermeister Maurice Pieper aus Greven; Feinwerkmechanikermeister Nico Grabs aus Altenberge; Fleischermeister Luca Thier aus Münster; Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeisterin Denise Voß aus Stadtlohn; Gold- und Silberschmiedemeisterin Lisa-Marie Winter aus Vreden; Installateur- und Heizungsbauermeister Luca Terweide aus Bocholt; Kälteanlagenbauermeister Fabian Schemmer aus Rosendahl; Karosserie- und Fahrzeugbauermeister Lukas Küpper aus Düsseldorf; Kraftfahrzeugtechnikermeister Pascal Sender aus Gelsenkirchen; Land- und Baumaschinenmechatronikermeister Till  Höckesfeld aus Münster; Maler- und Lackierermeister Furkan Cayma, Recklinghausen; Maurer- und Betonbauermeister Moritz Vallböhmer aus Schöppingen; Metallbauermeister Lars Wierling aus Ochtrup; Raumausstattermeisterin Nina Vöcking aus Gescher; Schornsteinfegermeister Dennis Mokstadt aus Coesfeld; Tischlermeisterin Hannah Twents aus Coesfeld; Uhrmachermeisterin Barbara Kandel aus Neuss; Zweiradmechanikermeister Tim Aulke aus Bochum

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Text: / handwerksblatt.de

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