Auch die Handwerkskammer Trier fördert ihren Nachwuchs durch die Bereitstellung von Lektüre: Die angehenden Kauffrauen für Büromanagement Lisa Terres (l.) und Vanessa Kleutsch studieren im Rahmen des Langzeitleseprojekts "ZeiLe" täglich den Trierischen Volksfreund. (Foto: Knaack-Schweigstill)

Regelmäßiges Lesen macht klug

Der Verein zur Leseförderung sieht im Lesen den Schlüssel für beruflichen Erfolg. Auch die regionale Wirtschaft profitiert von Förderprojekten.

Keinen Plan von Groß- und Kleinschreibung? Satzzeichen – ein Buch mit sieben Siegeln? Probleme mit dem Leseverständnis? Viele junge Menschen, darunter auch Auszubildende, haben erhebliche Defizite beim Lesen und Schreiben. Handwerksmeister beklagen diesen Zustand. Denn in der Berufsschule und auch im Betrieb führt dieser Missstand unweigerlich zu Problemen in der Ausbildung. Weder Ausbilder noch Lehrlinge müssen deshalb resignieren. Denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, Lese- und Rechtschreibschwächen zu überwinden – oder zumindest in gewissem Umfang aufzufangen.
Schlüsselqualifikation für erfolgreiches Berufsleben
Ein erfolgversprechender Ansatz ist es, bei Kindern und Jugendlichen die Lust am Lesen zu wecken. Experten und Unternehmer sind sich einig: Lesen ist eine Schlüsselqualifikation für ein erfolgreiches Berufsleben. Davon ist auch der regional tätige, 2007 in Trier gegründete Verein zur Leseförderung überzeugt. "Lesen ist die Basis für Bildung, und Bildung ist die Triebfeder für die regionale Wirtschaft", sagt Horst Schreiber, Vereinsvorsitzender.

Die Initiative will mit ihren Leseprojekten nicht nur Kinder fördern, sondern auch Jugendliche fit für den erfolgreichen Start ins Berufsleben machen. Aktionen wie das Lesefestival "StadtLesen" in Trier oder der "Prümer Lesesommer", medienpädagogische Projekte, innovative Leseförderung, zertifizierte Lehrerfortbildung zu aktuellen Themen der Leseförderung – die Bandbreite der Vereinsarbeit ist groß.
Viele Jugendliche sind im Lesen ungeübt
Viele Projekte kommen auch Betrieben in der Region zugute. Aus diesem Grund begrüßt die Handwerkskammer das Anliegen des Vereins und unterstützt mit ihrer Mitgliedschaft dessen Arbeit. "Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben zu beherrschen, ist die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Berufsleben", erklärt Günther Behr, Leiter der Abteilung Ausbildung an der Handwerksammer. "Das gilt natürlich auch für eine Ausbildung im Handwerk. Im Zeitalter der elektronischen Medien sind viele Jugendliche im Lesen ungeübt", betont Günther Behr von der Handwerkskammer Trier.

"Gerade die regionale Wirtschaft profitiert davon, wenn die Schlüsselqualifikation Lesen geschult und gefördert wird", sagt Gründungsmitglied und Vereinsvorsitzender Horst Schreiber, früherer Vorstand der Volksbank Trier. "Daher sollte es im Interesse der regionalen Unternehmen – egal welcher Göße und Mitarbeiterzahl – sein, die Leseförderung zu unterstützen. Um künftig noch intensiver Projekte zu fördern, ist der Verein auf Spenden und neue Mitglieder angewiesen." Weitere Informationen über den Verein sind im Internet zu finden.

Kontakt

Interessierte Unternehmer sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen
info@lesenmachtschlau.de
lesenmachtschlau.de

Foto: Knaack-Schweigstill
Text: / handwerksblatt.de

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