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Vampire tanzen in Köln

Ein schaurig-schönes Musical bringt frisches Blut in den Musical Dome in Köln. Eine Premiere mit viel Schmackes und "Standing Ovations" am Ende einer fulminanten Aufführung.

David Arnsperger in der Rolle des Grafen von Krolock. Foto: © Jens Hauer

Was faucht denn da? Nur ein paar Vampire, die sich bis September auf der Bühne und im Zuschauerraum des Musical Domes in Köln tummeln. Graf von Krolock lädt die feine Gesellschaft auf einen einsamen Berg in Transsilvanien zu einem Mitternachtsball auf sein Schloss ein. Auf dem Speiseplan der Tanzveranstaltung: Die schöne Wirtstochter Sarah als Hauptgang und der kauzige Professor und Vampirjäger Abronsius mit seinem Assistenten Alfred als Dessert. Doch irgendwie kommt dann doch alles anders als geplant.

Vampire lernen Tanzen und Singen

HandwerkFans vom Filmklassikern wissen längst, dass es sich bei der Geschichte um "Tanz der Vampire" handelt. 1967 drehte Roman Polanski die Parodie auf das Vampirgenre. Zwanzig Jahre später beginnen die Blutsauger zu tanzen und zu singen. Unter der Regie des Oscar®-Preisträgers Roman Polanski und mit der eingängigen Musik der Rock-Legende Jim Steinmann entsteht ein himmlisches Musical, das nun endlich erstmals an den Rhein kommt. 


Drei Stunden lang wirbeln 29 Darsteller in Köln furios durch die Welt der Untoten. Hervorzuheben ist David Arnsperger in der Rolle des Grafen. Spätestens als der Bariton mit spitzen Zähnen von "der unstillbaren Gier" singt herrscht Friedhofsstille im Saal. Eine gesangliche Meisterleistung über die Leiden des ewigen Lebens, die sicherlich bei einigen Zuschauern für Gänsehaut gesorgt hat.

Einzigartiges Bühnenbild 

HandwerkSchier unglaublich ist ebenfalls das Bühnenbild. Innerhalb weniger Sekunden verwandelt sich die Bühne des Musical Domes in ein zweistöckiges Wirtshaus, einem einst prunkvollen Ballsaal, taucht ein übergroßer Spiegel aus dem Nichts auf, ebenso eine riesige Wendeltreppe oder ein Friedhof mit Gruften, aus denen nach und nach die lebenden Toten entsteigen. William Dudleys entwarf als Designer für Theater und Oper dieses imposante Bühnenbild. Dafür wurde er unter anderem mit sieben Laurence Olivier Awards ausgezeichnet, einem jährlich vergebenen britischen Theater- und Musicalpreis.

Für das modische Vampir-Outfit sorgte die Kostümbildnerin Sue Blane. Sie entwarf alleine 230 handbemalte Kostüme und Hüte. 80 Liter Farbe wurden dafür benötigt. Hinzukommen fünf Liter Nachtfarbe, damit die Vampire auch im Dunkeln unheimlich schön leuchten. 

 

Große Herausforderung für Maskenbildner

Auch die Maske hat beim "Tanz der Vampire" ganze Arbeit geleistet. Alleine Paolo Bianca in der wunderbaren Rolle des buckeligen Diener Koukol erhält jeden Abend eine Schaumglatze, eine künstliche Nase, künstliche Ohren und übergroße Hände. Jeder Darsteller wird zwei- bis fünfmal neu geschminkt. Und damit die Illusion im Zuschauerraum auch perfekt ankommt, werden pro Vorstellung drei Blutbeutel für die Halsbisse benötigt. 

Fazit: "Tanz der Vampire" ist eine vergnügliche Mischung aus starken Songs, schwarzem Humor und großartigen Tanzszenen. Dank der Kostüme und des Bühnenbildes ist das schaurig-schöne Musical ein spektakuläres Fest für Augen und Ohren.

Fotos: © Jens Hauer/Thomas Brill



 

Tanz der Vampire 
Bis 29. September 2018
Musical Dome Köln
Vorstellungen:
19.30 UhrDi, Do - Sa: 19.30 Uhr / Mi: 18.30 UhrSa: 14.30 Uhr / So: 14.00 und 19:00 Uhr (außer 15.07. nur 20:00 Uhr) Mo spielfrei
Dauer: 3 Stunden inkl. Pause
Sprache: Songs und Dialoge auf Deutsch
Preise: 31,50 EUR - 116,50 EUR zzgl. Gebühren.
Vorverkauf: Rhein Neckar Ticket national: 01806 - 10 11 11(0,20 EUR/Anruf. inkl.MwSt. a.d.dt. Festnetz)
DE TKS 01805 - 2001 (0,14 EUR/Min. inkl.MwSt. a.d.dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 EUR/Min. inkl. MwSt.)lokale Hotline DE TKS: 0221 - 57790
Informationen:
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