Handwerksblatt Logo

Anzeige

A1-Bescheinigung: Schonfrist für Arbeitgeber

Die A1-Bescheinigung sollte es ab Januar 2019 nur noch elektronisch geben. Jetzt gibt es eine Schonfrist für Arbeitgeber. In Einzelfällen werden bis zum 30. Juni 2019 noch Anträge in Papierform geduldet.

Foto: © HONGQI ZHANG/123RF.com

Zum 1. Januar 2018 wurde ein elektronisches A1-Bescheinigungsverfahren eingeführt. Seither können Arbeitgeber die A1-Bescheinigung mit ihrem Entgeltabrechnungsprogramm oder einer maschinellen Ausfüllhilfe elektronisch beantragen. Parallel dazu waren nach den bisherigen Regeln bis zum 31. Dezember 2018 auch Anträge in Papierform von Arbeitgebern möglich. Ab dem 1. Januar sollte die elektronische Form obligatorisch werden.

Die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung haben sich allerdings dafür ausgesprochen, dass in begründeten Einzelfällen auch in der Zeit vom 1. Januar 2019 bis zum 30. Juni 2019 weiterhin Antragstellungen möglich sind, das meldet die Kankenkasse BlG direkt gesund.

Komplizierter als gedacht

Hintergrund: Vor allem große Unternehmen würden derzeit erst die Rahmenbedingungen schaffen, um das neue elektronische Verfahren einsetzen zu können. Dabei wurde deutlich, dass umfassende Anpassungen der betriebsinternen Strukturen erforderlich sind. Problematisch bei vielen Unternehmen ist, dass das Verfahren in der Entgeltabrechnung verortet ist, so die BIG. In vielen Unternehmen werde die Entgeltabrechnung aber aktuell nicht oder erst nach der Entsendung eingebunden. Insoweit müssten Arbeitgeber und Softwarehersteller von Abrechnungsprogrammen Schnittstellenlösungen konzipieren und technisch umsetzen. Zudem seien betriebsinterne Strukturen anzupassen. Daneben seien auch Rechenzentren und Abrechnungsstellen gefordert, die Kommunikationswege zu überprüfen.

Text: / handwerksblatt.de
Was Sie sonst noch interessieren könnte
Foto: © STK NRW/Uta Wagner
Service & Infos > Themen-Specials 
Begeisterte Botschafterin für Erasmus+
Als EuroApprentice wirbt die angehende Technische Produktdesignerin Lena Wacker bei Schülern, Eltern, Auszubildenden und Ausbildungsverantwortlichen für einen Auslandsaufenthalt in Europa.
Foto: © Ekaterina Pokrovsky/jaspe.info/123RF.com
Service & Infos > Themen-Specials 
Nächste Station: Paris, Barcelona oder Amsterdam
Erasmus+ ermöglicht jungen Menschen einen Auslandsaufenthalt in vielen Ländern Europas. Parlamentarier wie Petra Kammerevert möchten die Mittel für das EU-Programm ab 2021 deutlich aufstocken.
Foto: © auremar/123RF.com
Unternehmensführung 
Berufliche Auslandsreise ist Arbeitszeit
Schickt der Chef seine Mitarbeiter ins Ausland, so muss er ihre Reisezeit wie Arbeitszeit bezahlen. Das hat das Bundesarbeitsgericht entschieden.
Foto: © deanpictures/123RF.com
Unternehmensführung > Unternehmensführung 
Arbeiten in Dänemark vereinfacht
In Dänemark galt bisher eine Zulassungspflicht in den Bereichen Elektro-, Sanitär- und Gasinstallationen. Diese wurde nun abgeschafft.
Service & Infos > Themen-Specials 
Tourmanager für Praktika im Ausland
Mobilitätsberaterin Rebecca Hof gehört zu einem weit verzweigten Netzwerk, das Handwerkern ermöglicht, Berufserfahrungen jenseits der deutschen Grenze zu sammeln.
Service & Infos > Themen-Specials 
Mit Erasmus+ unterwegs durch Europa
Ein Jahr – sechs Länder. Nach der Gesellenprüfung wollte Hannah Höppke möglichst viel sehen und lernen. Mithilfe von Erasmus+ hat sie sich auf die Reise gemacht. 

Leserkommentare

nach oben