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Befristung für Ex-Azubi

Es ist erlaubt, einen früheren Azubi ohne Sachgrund befristet einzustellen. 

Azubi, Befristung
Heute Azubi, morgen befristet angestellt. Foto: © auremar/123RF.com

Azubis zu übernehmen ist bei den vielen Betrieben die beste Methode, einen guten Mitarbeiter zu bekommen. Ist die Auftragslage aber unsicher und will man sich nicht zu langfristig binden, gibt es auch die Möglichkeit, den Arbeitsvertrag zu befristen. Die Beschäftigung als Azubi hindert den Chef nämlich nicht an einer anschließenden Anstellung auf Zeit - auch ohne sachlichen Grund.

Grundsätzlich gilt: Wer Arbeitnehmer nur befristet einstellen kann oder will, der hat die Möglichkeit die Befristung durch einen sachlichen Grund zu rechtfertigen. In diesem Fall kann die Befristung solange aufrechterhalten bleiben, wie der Sachgrund besteht. Die zweite Variante ist die sachgrundlose Befristung. Diese ist zeitlich jedoch streng reglementiert. Die Befristung darf insgesamt maximal zwei Jahre dauern und darf in diesem Zeitraum auch nur maximal drei Mal verlängert werden. Weitere Voraussetzung für eine sachgrundlose Befristung ist, dass zuvor keine Beschäftigung beim gleichen Arbeitgeber bestand. Liegt eine der Voraussetzungen nicht vor, wird kraft Gesetz ein unbefristeter Vertrag geschlossen. Für Arbeitgeber stellt sich hierbei die Frage: Ist die Beschäftigung im Rahmen der Ausbildung zugleich eine Beschäftigung im Sinne des Befristungsrechts?

Was ist passiert? Der spätere Arbeitnehmer absolvierte in den 70er Jahren beim Arbeitgeber eine Ausbildung zum Elektroniker. Im Jahr 2008 schlossen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen auf ein Jahr befristeten Arbeitsvertrag ohne Sachgrund. Nach Ablauf des Jahres klagte der Arbeitnehmer auf Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis nicht durch die Befristung beendet war, da nach seiner Ansicht die Befristung unwirksam sei und in Folge dessen ein unbefristeter Arbeitsvertrag bestand. Die Ausbildung sei eine Vorbeschäftigung, sodass eine sachgrundlose Befristung gar nicht möglich gewesen sei.

 

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