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Innovation dank Kooperation

Das Land NRW fördert die Beschäftigung von Innovationsassistenten in Betrieben. "Das ist für beide Seiten eine Win-Win-Situation", findet Frank Doht vom Metallbaubetrieb Idkon.

Frank Doht (l.) von Idkon in Lengerich freut sich über den Wissensaustausch mit Innovationsassistent und Industriedesigner Dennis Hildebrandt (r.). Der gegenseitige Wissens- und Technologietransfer sorgt für eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Betriebs. Foto: © Peter Leßmann
Frank Doht (l.) von Idkon in Lengerich freut sich über den Wissensaustausch mit Innovationsassistent und Industriedesigner Dennis Hildebrandt (r.). Der gegenseitige Wissens- und Technologietransfer sorgt für eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Betriebs.

Die digitale Transformation fordert vor allem kleine und mittlere Unternehmen täglich heraus. Um neue technologische Entwicklungen besser erkennen und nutzen zu können, vermittelt das Förderprogramm "Mittelstand.innovativ! – Innovationsassistent" des Landes NRW Hochschulabsolventen an Betriebe. Als "Innovationsassistenten" arbeiten die Jungakademiker für zwei Jahre im Unternehmen mit und tragen zu einem Wissens- und Technologieaustausch bei.

"Es ist für beide Seiten eine Win-Win-Situation", freut sich Frank Doht, Mitgesellschafter des Metallbaubetriebs Idkon. Das Handwerksunternehmen in Lengerich, das sich auf die Entwicklung und das Design von Maschinenverkleidungen spezialisiert hat, zählt zu den Unternehmen in NRW, die bereits einen Innovationsassistenten eingestellt haben.

Doht erklärt: "Im Vergleich zu größeren Unternehmen haben mittelständische Firmen oftmals keine eigenen Entwicklungsabteilungen. Über Kooperationen mit Hochschulen können sie ebenso aktuelles Wissen nutzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben."

Handwerkskammer vermittelte den Kontakt zur FH Münster

Als Frank Doht auf der Suche nach neuen Verkaufsstrategien für Idkon war, wandte er sich an den Beauftragten für Innovation und Technologie der Handwerkskammer Münster. Hans-Dieter Weniger vermittelte den Kontakt zu Design-Student Dennis Hildebrandt von der FH Münster, der zeitgleich ein passendes Unternehmen für seine Abschlussarbeit suchte.

Nach der Bachelorarbeit bei Idkon unterstützte die HWK Münster den Hochschulabsolventen bei der Antragstellung im Förderprogramm und vermittelte ihm die Stelle als Innovationsassistent. Die Beschäftigung des 28-jährigen Industriedesigners wird nun für zwei Jahre mit einem Personalkostenzuschuss durch das Förderprogramm mitfinanziert.

Für Hildebrandt hat sich die Anstellung bereits gelohnt: "Wir profitieren gegenseitig voneinander. Ich lerne die praktische Arbeit kennen, wie zum Beispiel den Umgang mit Kunden. Idkon greift im Gegenzug auf meine Produktdesign-Kenntnisse aus dem Studium zurück, um neue Ideen zu entwickeln."

Die digitale Transformation fordert vor allem kleine und mittlere Unternehmen täglich heraus

Das Programm des Ministeriums für Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen sowie Hochschulabsolventen der Ingenieur-, Sozial-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften. Durch den Einsatz des Innovationsassistenten soll die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöht und Neuentwicklungen von Produkt- und Herstellungsverfahren vorangetrieben werden. Langfristig soll eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen entstehen.

Service der Handwerkskammer 

Anträge stellen können Unternehmen, mit Sitz in NRW und bis zu 50 Angestellten, von denen maximal fünf Beschäftigte einen akademischen Abschluss haben. Pro Unternehmen wird die Beschäftigung eines Innovationsassistenten für die Dauer von zwei Jahren mit einem Zuschuss von maximal 22.500 Euro pro Jahr gefördert. 

Ansprechpartner zu technischen Förderprogrammen und der Zusammenarbeit mit einer Hochschuleinrichtung ist Innovations-und Technologieberater Hans-Dieter Weniger von der HWK Münster, Tel.: 0251/5203-120, E-Mail: hans-dieter.weniger@hwk-muenster.de

Text: / handwerksblatt.de
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