Kolumne: Kennst du die Regeln des Spiels?
Heute schreibt cocon-Gründer Daniel-John Riedl bei "Werkbank + Wandel" über die Frage, wie Kommunikation gewinnbringend funktioniert.
Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Kolumne: "Werkbank & Wandel"
Du bist auf der Gartenparty eines guten Freundes. Viele Kumpels, alte Bekannte, das ein oder andere neue Gesicht, gute Mischung. Die Stimmung passt. Irgendwie fühlt sich das trotz aller Unterschiedlichkeit wie eine gute Community an. Man erzählt, hört einander zu, diskutiert und debattiert, vielleicht wird es sogar an der ein oder anderen Stelle intensiver. Aber das ist ok, denn irgendwie hat man das Gefühl "sich gegenseitig etwas zu geben".
Und dann tritt er durch die Terassentür ins Freie. Seine Bühne. Er ist eigentlich wie du und ich aber irgendwas ist anders. Er spricht nicht, er schreit. Er hört nicht zu, sondern unterbricht und übergeht. Und was er sendet wirkt so aufgesetzt, dass man das Gefühl bekommt man könnte auch in einem Hochglanz-Katalog blättern statt einem Menschen seine Aufmerksamkeit zu schenken.
Machen wir es kurz. Der wird nie wieder eingeladen. Und wer ihn eingeladen hat, der geht in Deckung und leugnet ihn zu kennen.
Vor zwei Wochen habe ich dich mit ans Lagerfeuer genommen, wo wir erkennen durften, dass sich die Motive für Kommunikation im Grunde seit Urzeiten nicht geändert haben. [Link zum letzten Beitrag einfügen]
Heute möchte ich dir die Regeln des Spiels näherbringen, oder dich zumindest an sie erinnern, sofern sie dir schon einmal untergekommen sind. Wenn du mit dem unsympathischen Protagonisten da oben nichts anfangen kannst, dann wirst du an diesen Regeln deine Freude haben.
Listen – Interact – Share. In dieser Reihenfolge. Höre zu – Interagiere – Teile.
Wer nicht zuhört lernt nichts über die Bedürfnisse und Interessen seiner Umgebung, kann also auch nicht auf diese eingehen und wird somit das größte Potential für nachhaltige Aufmerksamkeit verschenken.
Wer nicht interagiert – also nicht auf das Gegenüber eingeht – der wird nicht als Gesprächspartner auf Augenhöhe wahrgenommen und verliert den emotionalen Zugang zu den ihn umgebenden Menschen.
Wer nur sendet und aber eigentlich nicht wirklich etwas teilt und von sich preisgibt, der ist auf Dauer nicht interessant für den Aufbau einer echten Verbindung.
Also: Listen – Interact – Share. Höre zu – Interagiere – Teile.
Das sind die Regeln des Spiels. Im echten Leben. Also auch im Digitalen.
Nimm‘ es dir doch mal für die kommenden zwei Wochen vor. Investiere jeden Morgen fünf Minuten, um "zuzuhören" und zu lesen was dein Netzwerk interessiert, dann zehn Minuten, um zu interagieren und an den Stellen, an denen du etwas beitragen kannst zu kommentieren. Und wenn du dann noch 15 Minuten hast, um einen eigenen Beitrag zu teilen, umso besser.
Eine 14-tägige Kolumne von Daniel-John Riedl und Markus Mazur
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Text:
Daniel-John Riedl /
handwerksblatt.de
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