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HWK Trier | September 2026
Verleihung: Landesehrenpreis Genusshandwerk
Auszeichnung mit Rahmenprogramm am 20. September im Herzen der Stadt rückt die Vielfalt des Bäcker- und Fleischerhandwerks ins Rampenlicht.
Mit dem Ausbau der Photovoltaik haben auch Absturzunfälle zugenommen. (Foto: © anatoliygleb/123RF.com)
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17. September 2026
Arbeiten auf Dächern zählen zu den gefährlichsten Tätigkeiten in der Bauwirtschaft. Die BG Bau warnt vor Abstürzen und Durchstürzen – und gibt neun lebenswichtige Regeln an die Hand.
Abstürze von Dachflächen und Durchstürze durch nicht tragfähige Bauteile haben häufig schwere oder sogar tödliche Folgen. Wie groß das Risiko ist, zeigen Zahlen der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau): Im Jahr 2025 waren 41 Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle im Zuständigkeitsbereich der BG BAU Absturzunfälle.
Dächer waren mit 24 Prozent zugleich der häufigste Unfallauslöser bei tödlichen Arbeitsunfällen. Anlässlich der Aktionswoche "Dacharbeiten" der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) vom 21. bis 25. September macht die BG BAU deshalb auf die besonderen Gefahren aufmerksam. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Betriebe Absturz- und Durchsturzrisiken frühzeitig erkennen und wirksam vermeiden können.
Mit dem Ausbau der Photovoltaik nimmt die Zahl der Arbeiten auf Dächern weiter zu. Dabei geht es nicht nur um die Montage der Anlagen. PV-Anlagen müssen über viele Jahre kontrolliert, gewartet, repariert oder gereinigt werden. Dachflächen werden dadurch wiederkehrend zu Arbeitsplätzen. "Photovoltaikanlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Gleichzeitig entstehen mit ihnen Arbeitsplätze auf dem Dach, die über die gesamte Nutzungsdauer der Anlage sicher erreichbar sein müssen. Absturz- und Durchsturzsicherungen dürfen deshalb kein nachträglicher Gedanke sein, sondern gehören von Anfang an zur Planung", sagt Björn Kass, Präventionsleiter der BG Bau.
Wer Photovoltaikanlagen plant oder errichtet, sollte daher bereits früh berücksichtigen, wie spätere Wartungs- und Reinigungsarbeiten sicher ausgeführt werden können. Dazu gehören sichere Zugänge und Verkehrswege ebenso wie geeignete Schutzmaßnahmen gegen Absturz und Durchsturz.
Die BG Bau weist darauf hin, dass Gefahren auf Dächern nicht allein an den Dachkanten lauern. Besonders riskant sind nicht durchtrittsichere Dachflächen und Bauteile – etwa Lichtkuppeln oder Lichtbänder. Beschäftigte können durch solche Bauteile brechen und in die Tiefe stürzen. Vor Beginn der Arbeiten müssen Dachflächen deshalb sorgfältig geprüft werden: Welche Bereiche sind sicher begehbar? Wo befinden sich Öffnungen oder nicht durchbruchsichere Bauteile? Wo sind Schutzmaßnahmen erforderlich?
Sichere Verkehrswege sollten vor Arbeitsbeginn festgelegt und während der Arbeiten konsequent genutzt werden. Das gilt auch für kurze Einsätze, etwa die Kontrolle einzelner PV-Module, kleinere Reparaturen oder Reinigungsarbeiten. Wo Tätigkeiten sicher vom Boden oder von einem anderen geschützten Arbeitsplatz aus möglich sind, sollte auf das Betreten des Daches verzichtet werden. Technische Hilfsmittel können dabei helfen, bestimmte Inspektionen oder Reinigungsarbeiten sicherer auszuführen.
Für sicheres Arbeiten auf Dächern hat die BG Bau neun lebenswichtige Regeln formuliert:
Sicheres Arbeiten auf dem Dach beginnt damit bereits vor dem ersten Schritt auf die Dachfläche. Eine sorgfältige Gefährdungsbeurteilung, wirksame Schutzmaßnahmen und eine gute Unterweisung der Beschäftigten sind die Grundlage für sichere Abläufe. Technische und organisatorische Schutzmaßnahmen haben Vorrang. Absturzkanten können beispielsweise durch Seitenschutz gesichert werden. Arbeits- und Schutzgerüste, Randsicherungen oder Schutznetze bieten kollektiven Schutz. Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz kommt zum Einsatz, wenn sich die Gefährdung durch vorrangige Maßnahmen nicht ausreichend vermeiden lässt.
"Absturzunfälle sind keine unvermeidbare Begleiterscheinung von Dacharbeiten. Entscheidend ist, die Gefahren vor Beginn der Arbeiten zu erkennen und die notwendigen Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen", betont Kass. "Das gilt bei der Installation einer Photovoltaikanlage genauso wie bei einer Wartung oder Reinigung."
Die GDA-Aktionswoche "Dacharbeiten" ist Teil eines bundesweiten Experimentierjahres der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie zum Thema Absturz. Bund, Länder und gesetzliche Unfallversicherung wollen damit typische Unfallrisiken sichtbarer machen und die Prävention im Arbeitsalltag stärken.
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